Keine Entspannung in Burkina Faso | Aktuell Afrika | DW | 26.12.2019
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Westafrika

Keine Entspannung in Burkina Faso

Einen Tag nach dem verheerenden Terrorangriff mit mehr als hundert Toten ist es in dem westafrikanischen Land erneut zu einem wilden Gefecht gekommen. Und wieder waren Regierungssoldaten das Ziel.

Burkina Faso Anschlag ARCHIV (picture-alliance/dpa/A. Yempapou)

Einsatz von Sicherheitskräften in Burkina Faso (Archiv)

Bei einem neuen Angriff von Terroristen in Burkina Faso sind mindestens elf Soldaten ums Leben gekommen. Eine Armeepatrouille in der nördlichen Provinz Soum, die zu der Sahelregion gehört, sei in einen Hinterhalt geraten, berichten örtliche Medien. Bei dem Gefecht am Mittwoch seien auch mindestens fünf Angreifer getötet worden.

Erst am Vortag waren bei schweren Kämpfen nach offiziellen Angaben mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Neben 35 Zivilisten und sieben Soldaten wurden demnach auch 80 Angreifer während der Gefechte im Norden des Landes getötet.

Karte G5-Sahel-Staaten DE

Die Zeit der relativen Ruhe ist lange vorbei

Bislang bekannte sich noch keine Gruppe zu den jüngsten Angriffen. Es ist in dem westafrikanischen Land auch selten, dass Gruppierungen die Verantwortung für derartige Attacken übernehmen. In Burkina Faso sind Gruppierungen aktiv, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida und der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verbunden sind. Ihnen werden viele Attacken zugeschrieben.

Bis 2015 war Burkina Faso von der extremistischen Gewalt, welche die Nachbarländer Mali und Niger trifft, noch weitgehend verschont geblieben. Seither haben Dschihadisten jedoch zunehmend begonnen, das Land zu infiltrieren. Mehr als 700 Menschen wurden nach einer AFP-Zählung in den vergangenen vier Jahren in Burkina Faso durch dschihadistische Angriffe getötet. In Mali beteiligen sich rund 1000 Bundeswehrsoldaten an einem UN-Stabilisierungseinsatz.

rb/haz (afp, dpa)

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