Keine Doping-Verstöße im russischen Kader | Sport | DW | 22.05.2018
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FIFA-Untersuchung

Keine Doping-Verstöße im russischen Kader

Gut drei Wochen vor dem Beginn der WM in Russland präsentiert die FIFA Ergebnisse ihrer Doping-Untersuchung. Die russischen Turnierkandidaten werden dabei vom Fußball-Weltverband allesamt entlastet.

Die FIFA hat bei einer Untersuchung keine Beweise für Doping-Vergehen der aktuellen russischen Fußball-Nationalspieler im vorläufigen Kader des WM-Gastgebers feststellen können. Gegen mehrere Spieler, die nicht bei der WM im Einsatz sein werden, laufen hingegen noch Untersuchungen, wie der Weltverband am Dienstag mitteilte. Diese sollen mit Unterstützung der Welt-Anti-Doping-Agentur fortgesetzt werden. Im 2016 veröffentlichten Report des Doping-Ermittlers Richard McLaren zum Staatsdoping in Russland waren insgesamt 154 Proben von russischen Spielern erwähnt worden. Zuletzt hatte die FIFA im Februar erklärt, dass Nachtests dieser Proben der Profis beantragt worden waren. Außerdem bestätigte die FIFA damals, alle 23 Spieler Russlands seien bei der WM 2014 negativ getestet worden.

FIFA befragte Whistleblower Rodschenkow

Bei ihrer Untersuchung befragte die FIFA nach eigenen Angaben mit Hilfe von Experten unter anderem auch den früheren Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodschenkow. Dieser lebt inzwischen als Kronzeuge in den USA und steht unter Zeugenschutz. Er hatte schwere Vorwürfe gegen russische Fußballer erhoben. Die Anschuldigungen waren vergangenen Sommer beim Confederations Cup durch internationale Medien erstmals aufgebracht worden. Der russische Fußballverband hatte diese stets bestritten, auch die FIFA hatte sich lange in einer Bewertung bedeckt gehalten und stets auf laufende Untersuchungen verwiesen. Vergangene Woche hatte der russische Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow insgesamt 35 Spieler für die Vorbereitung auf die Heim-WM (14. Juni - 15 Juli) nominiert. Zuletzt hatte dieARD berichtet, dass Dopingproben mit auffälligen Werten von Nationalspielern aus dem vorläufigen WM-Kader Russlands in der Vergangenheit nicht ausreichend verfolgt worden sein sollen, woraufhin die National Anti-Doping-Agentur Deutschland NADA eine Erklärung des Weltverbandes zum Doping-Verdacht gegen russische Spieler gefordert hatte. 

Russischer Verband begrüßt Ergebnis

Der russische Fußballverband hat die Absage der FIFA zu Doping-Verwürfen gegen die Nationalmannschaft begrüßt. "Die FIFA
hat eine absolut objektive Entscheidung getroffen, an der wir nicht gezweifelt haben", sagte der kommissarische Verbandschef Alexander Alajew am Dienstag in Moskau. Die Spieler der Sbornaja seien bei zahlreichen Zusammenkünften für Spiele und Training auf Doping getestet worden, sagte er der Agentur Tass zufolge. 

dvo (dpa)

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