Kein Scherz: US-Behörden greifen gegen Weihnachtsmann-Leugner durch | Aktuell Amerika | DW | 09.12.2018
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USA

Kein Scherz: US-Behörden greifen gegen Weihnachtsmann-Leugner durch

Festnahme in Texas, Suspendierung in New Jersey: Wer in den USA die Existenz des Weihnachtsmannes infrage stellt, sollte sich auf Ärger einstellen. Auch der Osterhase, Wichtel und Feen können schwierige Themen sein.

Der Existenzbeweis: In Los Angeles gibt es sogar mehrere Weihnachtsmänner und -frauen (picture-alliance/Zumapress/R. Chiu)

Der Existenzbeweis: In Los Angeles gibt es sogar mehrere Weihnachtsmänner und -frauen

Weil er Kindern vor einer Kirche in Texas erzählt hatte, dass der Weihnachtsmann nicht existiere, ist ein 31-Jähriger hinter Gittern gelandet. Der Mann hatte nach Medienberichten mit zwei Unterstützern in Cleburne im Norden von Texas Besuchern eines "Frühstücks mit dem Weihnachtsmann" lautstark mitgeteilt, dass der Weihnachtsmann "nicht echt" sei.

Nach mehreren Beschwerden klickten schließlich die Handschellen für den Weihnachtsmann-Leugner. Gegen den Santa Claus zu protestieren, gehe gar nicht, wurde Bürgermeister Scott Cain zitiert.

Erst vor wenigen Tagen war eine Lehrerin wegen einer ähnlicher Äußerung suspendiert worden. Berichten zufolge war die Frau an der Grundschule im Staat New Jersey als Vertretung im Einsatz und erklärte den Kindern, dass es "Santa Claus" nicht wirklich gebe. Auf Nachfragen erklärte sie auch noch den Osterhasen, die Zahnfee, einen Weihnachtselfen und Glück spendende Wichtel für erfunden.

"Als vierfachem Vater ist mir wirklich bewusst, wie heikel diese Ankündigung ist", sagte Schulleiter Michael Raj der Webseite "NJ.com" zufolge. Auch Schulbezirksleiterin Rene Rovtar zeigte sich "besorgt und entmutigt". "Das kindliche Staunen im Zusammenhang mit den Feiertagen und Traditionen liegt mir persönlich besonders am Herzen", teilte Rovtar demnach mit.

Viele Eltern hätten anschließend versucht, den Schaden zu Hause zu begrenzen, sagte eine Mutter. Die Lehrerin dürfe in dem Schulbezirk, wo sie seit mehreren Jahren im Einsatz war, künftig nicht mehr unterrichten, berichtete "NJ.com".

stu/nob (dpa, ap)

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