Kein Ende der Regierungskrise in Simbabwe | Fokus Afrika | DW | 27.10.2009
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Fokus Afrika

Kein Ende der Regierungskrise in Simbabwe

Spitzengespräch zwischen Mugabe und Tsvangirai in Harare bringt keine Lösung +++ Ägypten reagiert gefasst auf den Prozess gegen den Möder von Marwa le-Sherbiní +++ Sondertribunal für Sierra Leone bestätigt Haftstrafen

Trügerische Harmonie: Mugabe und Tsvangirai

Trügerische Harmonie: Mugabe und Tsvangirai

Nach vier Stunden wurde das Treffen zwischen Präsident Mugabe und Premierminister Tsvangirai ohne Ergebnis beendet. Der bisherige Oppositionsführer Tsvangirai war erst im Februar in eine gemeinsame Regierung mit Mugabe eingetreten, der seit 1980 an der Macht ist. Ziel war, das afrikanische Land gemeinsam aus der politischen und wirtschaftlichen Krise zu führen. Die Koalition blieb aber brüchig und von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Am 16. Oktober setzte Tsvangirai die Zusammenarbeit aus.

Besonnenheit statt brennender Fahnen

"Es war Hass", hat gestern der Oberstaatsanwalt zum Auftakt des sogannten Marwa-Prozesses in Dresden gesagt, "es war Hass auf Nichteuropäer und Moslems". Vor Gericht steht der Rußlanddeutsche Alex W. Er hatte im Juli im Dresdener Landgericht die schwangere Ägypterin Marwa el-Sherbini getötet. Die Ägyptische Öffentlichkeit hatte äußerst gespannt auf den gestrigen Prozess-Auftakt gegen Alex W. gewartet. Kurz nach dem Mord hatten viele Menschen deutlich gemacht, dass sie sich ein lokales Urteil für den Mörder wünschen: Nach ägyptischem Recht würde Alex W. wahrscheinlich zum Tode verurteilt. Gemessen daran haben Medien und Öffentlichkeit jetzt erstaunlich gefasst auf den Prozessauftakt reagiert.

Justitia in Taylors Schatten

Das UN-Sondertribunal für Sierra Leone hat langjährige Haftstrafen gegen drei ehemalige Rebellenführer bestätigt. Sie waren wegen Gräueltaten verurteilt worden, die sie im Bürgerkrieg von Sierra Leone zwischen 1991 und 2002 begangen haben sollen. Es sind die letzten Urteile des Sondergerichts in Sierra Leones Hauptstadt Freetown. Sieben Jahre lang haben Ankläger und Richter dort versucht, dem kleinen westafrikanischen Land etwas Gerechtigkeit zurückzugeben – ein millionenschweres und nicht immer glückliches Unterfangen. Nun endet das Mandat - der letzte Gefangene wartet allerdings noch in Den Haag auf sein Urteil: Liberias Ex-Präsident Charles Taylor.

Redaktion: Klaudia Pape

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