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Katar: Alles andere als ein WM-Märchen

29. Juli 2018

Die Organisatoren sagen: Wir haben uns streng an alle Regeln gehalten. Dennoch kommen immer wieder Vorwürfe gegen die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft, die im Jahr 2022 in Katar steigen soll, ans Licht.

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Fans mit Plakat Thanks Russia see you in Qatar
Fußball-Fans in Russland mit einem Hinweis auf KatarBild: picture-alliance/sampics/S. Matzke

Der umstrittene Gastgeber Katar wird erneut mit Anschuldigungen rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 konfrontiert. Die katarischen Bewerber sollen einem Medienbericht zufolge mit einer Geheimoperation gezielt falsche Informationen über die Gegenkandidaten USA und Australien verbreitet haben. Eine PR-Firma und frühere CIA-Agenten sollen für die Sabotage bezahlt worden sein, berichtet die britische Zeitung "The Sunday Times" unter Berufung auf E-Mails eines Whistleblowers.

Kein Rückhalt

Im Zuge der Kampagne sollen dabei unter anderem Prominente angeheuert worden sein, damit diese den Eindruck vermittelten, dass die jeweilige Bewerbung keinen Rückhalt im eigenen Land habe.

Das katarische Organisationskomitee wies bereits "jegliche Vorwürfe" zurück. "Wir haben uns streng an alle Regeln der FIFA im Bieterprozess um die WM 2018/2022 gehalten", teilte das zuständige Supreme Committee mit.

Katar steht seit dem überraschenden WM-Zuschlag im Dezember 2010 in der Kritik. Eine Untersuchung von Vorwürfen unter der Leitung des früheren Chefs der Ethikkommission des Weltfußballverbandes FIFA, Michael Garcia, hatte viele verdächtige Details hervorgebracht, Bestechung der Wahlmänner aber nicht belegen können.

Die FIFA verwies auf Anfrage zu den Vorwürfen auf diesen Garcia-Bericht. Beschwerden, "die mögliche Verstöße gegen den FIFA-Ethikcode betreffen", könnten aber noch über ein vertrauliches System angezeigt werden, teilte der Weltverband weiter mit.

ml/ust (dpa, SID, afp)