Karliczek fordert vollen Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien | Aktuell Deutschland | DW | 30.05.2020
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Schule in Coronazeiten

Karliczek fordert vollen Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien

Die Bundesbildungsministerin warnte vor einer Verschärfung der Chancenungleichheiten im Schulsystem durch Corona. Der Schulbetrieb müsse als Mischung aus Präsenz- und Digitalunterricht wieder anlaufen, so Karliczek.

Deutschland Coronavirus Schulstart in Sachsen (picture-alliance/dpa/R. Michael)

Zum Schulstart in Sachsen werden die Schüler in Dresden mit diesem bunten Bettlaken begrüßt

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek appellierte an die Länder, in der jetzigen Ausnahmesituation alle Möglichkeiten für einen verlässlichen Unterricht zu mobilisieren. So könnten die Sommerferien von den Schulen beispielsweise genutzt werden, mehr Raumkapazitäten zu schaffen, indem sie zum Beispiel Container aufstellten.

Alle Verantwortlichen müssten genau beobachten, ob durch diese Pandemie die Bildungsschere nicht vergrößert werde. Dafür schlug die Ministerin den Einsatz von Lehramtsstudierenden an Schulen vor. "In den Kliniken haben wir doch auch gute Erfahrungen mit Studierenden gemacht, die eingesprungen sind." Die Eltern seien vielfach am Limit, und auch die Schüler litten, sagte Karliczek.

Coronavirus - Forschungsministerin zu Impfstoffentwicklung (picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Unterricht in Containern, Studenten als Lehrer: Forschungsministerin Anja Karliczek macht den Ländern Vorschläge

Die CDU-Politikerin begrüßte den Vorschlag des Bundeselternrats, für den Unterricht etwa auf Vereinshäuser und kommunale Veranstaltungsräume zurückzugreifen. Dies könne helfen, die Abstandsregeln einzuhalten.

An Schulen weiterhin Vorsicht geboten

Karliczek mahnte zugleich: "Solange wir keinen Impfstoff haben und das Virus-Geschehen eben auf andere Art im Griff behalten müssen, muss auch an den Schulen Vorsicht herrschen."

Deutschland Coronavirus Schulstart in Sachsen (picture-alliance/dpa/R. Michael)

Ein Bild noch aus der Zeit vor Corona: Volle Klassen in der Grundschule

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte zuvor bereits gesagt, sie halte eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb in allen Bundesländern nach den Sommerferien für möglich. Zu Beginn kommender Woche ist demnach eine Beratung der Länderminister über die Aufhebung von Corona-Restriktionen im Schulbereich geplant.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Schulen seit Mitte März bundesweit geschlossen. Seit Anfang Mai findet zwar wieder Präsenzunterricht statt, jedoch in stark eingeschränktem Umfang. Viele Kinder können nur tage- oder wochenweise in die Schule gehen.

Über die mögliche Weiterverbreitung des Coronavirus über Kitas und Schulen wird viel diskutiert. Gesicherte Erkenntnisse über die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr bei Kindern und Jugendlichen gibt es noch nicht.

Hf/haz (dpa, afp, kna)
 

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