Kampf um Wahrheit - Can Dündar trifft Anabel Hernández | DokFilm | DW | 03.05.2022
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Kampf um Wahrheit - Can Dündar trifft Anabel Hernández

Was bedeutet es, im eigenen Land nicht mehr sicher zu sein? Der im Exil lebende türkische Journalist Can Dündar trifft auf eine Frau, die sich mit den Mächtigen in ihrer Heimat Mexiko angelegt hat: mit der Regierung und mit den Drogenkartellen.

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In Erdoğans Türkei gilt Can Dündar als Staatsfeind Nummer Eins, nachdem er im Jahr 2015 illegale Waffenlieferungen der türkischen Regierung nach Syrien aufdeckte. Der Staatspräsident persönlich forderte daraufhin lebenslängliche Haft für den Journalisten, den er fortan nur noch als Terroristen bezeichnete. Nachdem im Zuge des Gerichtsverfahrens ein Anschlag auf ihn verübt wurde, floh Can Dündar nach Deutschland. Seitdem versucht er aus dem Exil heraus die eigene Heimat gegen die Lügen des Autokraten zu verteidigen und der Freiheit und Wahrheit das Wort zu reden. Dündar trifft auf die Journalistin Anabel Hernández, die seit mehr als 20 Jahren zu Drogenkriminalität und Korruption in Mexiko recherchiert und darüber in Zeitungsartikeln und Büchern schreibt. Bekannt wurde sie vor allem dadurch, dass sie die enge Verbindung zwischen der Regierung und den Drogenclans ans Licht gebracht hat. Ihre publizistische Arbeit brachte Hernández zunehmend in Gefahr. Zum Glück war sie nicht zuhause, als eines Tages elf bewaffnete Männer vor ihrer Tür standen, um sie zu töten. Danach war ihr endgültig klar, dass sie ihre Heimat verlassen musste. Doch bis heute reist sie unter starken Sicherheitsvorkehrungen zurück nach Mexiko, um ihre Arbeit fortzusetzen und ihre Familie zu sehen. Can Dündar trifft sie in ihrem Exil und auf einer dieser gefährlichen Reisen in ihre Heimat und stellt die Gretchenfrage: Was treibt sie an, dass sie wieder und wieder dieses enorme Risiko eingeht?