K-Pop-Band BTS setzt auf Kunst | Kultur | DW | 17.01.2020
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Crossart-Projekt

K-Pop-Band BTS setzt auf Kunst

"Sich selbst lieben und positiv bleiben" - die Botschaft der Bangtan Boys begeistert junge Leute weltweit. Nun propagieren BTS die Verbindung von Musik und Kunst - im Museum. Auch der Berliner Gropius Bau macht mit.

K-Pop Band - BTS (picture-alliance/Yonhap)

Die südkoreanische K-Pop Band BTS bei einem Auftritt im Oktober 2019

Schon in ihrem K-Pop-Kosmos vermischt die siebenköpfige Band seit ihrer Gründung 2011 verschiedenste Genres. Das Spektrum reicht von Hip-Hop über Rock bis hin zu Pop-Balladen, präsentiert zu streng choreografierten Tänzen in Phantasiekostümen. Mit "Connect, BTS" will die Band nun ihre Botschaft noch breiter streuen. Ihr neues Projekt probt dafür den Schulterschluss mit internationalen Kulturinstitutionen wie dem Berliner Martin Gropius Bau, der Londoner Serpentine Gallery, aber auch Ausstellungshäusern in Buenos Aires, New York und Seoul. Dem Berliner Ausstellungshaus zufolge beziehen sich zentrale Motive des Projektes teilweise auf die Philosophie von BTS, "die sich unter anderem um Diversität, Liebe und Fürsorge für die Peripherie dreht".

"Verbinden, BTS"

Kunst und Musik sollten eine Allianz bilden, "weil es uns in unserer Unterschiedlichkeit verbindet und eine gemeinschaftliche, positive Botschaft kreiert", heißt es auf der Internetseite von BTS. Dort finden sich auch Videos der Band zu mehreren Kunstwerken. "Connect, BTS" präsentiert Arbeiten unter anderem des britischen Bildhauers Antony Gormley, des argentinischen Performance-Künstlers Tomás Saraceno, der britischen Licht-Gestalterin Ann Veronica Janssens, des dänischen Installationskünstlers Jakob Kudsk Steensen und der koreanischen Videokünstlerin Yiyun Kang.

Mann und Frau reiben die Köpfe aneinander - Teil der Performance TOGETHER von Maria Hassabi (Virginia Harold)

Teil der Performance TOGETHER von Maria Hassabi

Klanginstallationen und mehr 

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Baus, stellte das globale Kunstprojekt in London in ihrer Eigenschaft als Teil eines internationalen Kuratorenteams vor -man hatte es gemeinsam entwickelt. Danach ging es zurück nach Berlin, denn dort versammelt "Connect, BTS" unter dem Titel "Rituals of Care" bis zum 2. Februar eine Reihe von 17 Kunst-Performances, die um Themen wie Heilung, Rituale und Zusammenkommen kreisen. Zu den Künstlern zählen Jelili Atiku, boychild, Cevdet Erek, Marcelo Evelin oder Maria Hassabi. Angekündigt sind unter anderem experimentelle Choreografien und Klanginstallationen.

Das brasilianische Candomblé-Ritual als Performance im Berliner Gropius Bau (Ilê Obá Sileké & Forum Brasil e. V./Nico Beradi)

Das Candomblé-Ritual im Berliner Gropius Bau im Rahmen der neuen Performance-Reihe

Die Bangtan-Boys - ein globales Phänomen 

Seit 2013 haben sich die Bangtan Boys eine riesige Gemeinde meist jüngerer Fans erspielt. Außerdem wurden sie mehrfach für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Das Magazin "Time" listete BTS 2019 unter den 100 einflussreichsten Personen, die Zeitschrift "Rolling Stone" schrieb gar von einer "Eroberung des Westens". Aus Sicht des künstlerischen Leiters von "Connect, BTS", Daehyung Lee, bieten die zeitgenössischen Künstler und Kunstprojekte "vielfältige Antworten auf die Welt, in der wir leben".

BTS - kurz für Bangtan Sonyeondan (übersetzt: "Kugelsichere Pfadfinder") - war die erste K-Pop-Gruppe, die den Sprung auf den ersten Platz der Charts in den USA und Großbritannien schaffte. Auch nach Deutschland schwappte der Hype über: Die beiden Konzerte in der Berliner Mercedes-Benz-Arena 2018  waren rasend schnell ausverkauft. Auf YouTube wurde ihr Song "Boy With Luv" mit der US-Sängerin Halsey als erstes Video in weniger als zwei Tagen 100 Millionen Mal aufgerufen.

sd/so /suc(dpa/Gropius Bau/BTS)

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