Juli Zeh wird Verfassungsrichterin | Bücher | DW | 12.12.2018
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Justizkarriere

Juli Zeh wird Verfassungsrichterin

Wird ein Rechtssystem fragwürdig, wenn es Unfehlbarkeit beansprucht? Juli Zeh beschäftigte sich bisher nur literarisch mit der Justiz. Jetzt ist die promovierte Juristin auch ehrenamtliche Verfassungsrichterin.

Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, studierte Jura in Passau und Leipzig - und am  dortigen Literaturinstitut. Sie meldet sich immer wieder politisch engagiert zu Wort und bezieht Position zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ihr 2016 erschienener Gesellschaftsroman "Unterleuten" stand monatelang auf den Bestsellerlisten. 

Am 12. Dezember 2018 wurde die Schriftstellerin vom Brandenburger Landtag zur Richterin am Landesverfassungsgericht gewählt. Die 44-jährige promovierte Juristin war von der SPD-Fraktion vorgeschlagen worden und erhielt 71 von 86 abgegebenen Stimmen. Für ihre Gegenkandidatin, die von der AfD-Fraktion vorgeschlagene Juristin Victoria Tuschik, votierten 13 Abgeordnete; zwei enthielten sich. Auch in ihren Romanen beschäftigt sich Juli Zeh mit Rechtsfragen. 

"Corpus Delicti" - eine düstere Zukunftsvision

Zum Beispiel in ihrem nüchtern erzählten Roman "Corpus Delicti" führt sie vor, was geschehen kann, wenn eine gute Absicht mit totalitären Mitteln durchgesetzt wird. Ein Roman, den wir im DW-Special "100 Bücher" vorstellen.

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DW-Literatur-Expertin Sabine Kieselbach über "Corpus Delicti" von Juli Zeh

so/rey (dpa)

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