Judenhass in Europa | DokFilm | DW | 08.11.2018
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DokFilm

Judenhass in Europa

Die Angst geht wieder um in Europa. Jüdische Menschen fürchten Angriffe auf offener Straße. Die Dokumentation geht den Ursachen für diese neue Welle des Antisemitismus nach, in Deutschland sowie in den Nachbarländern Polen und Frankreich.

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Die Autoren Andreas Morell und Johanna Hasse begegnen vor allem in Polen einem Judenhass, der sich hinter einem wiedererwachten Nationalismus versteckt. Sie hat interessiert, warum es Antisemitismus gibt, in einer Gesellschaft, in der kaum noch Juden leben. Warum sind manche Vorurteile anscheinend nicht zu beseitigen? Frankreich ist das einzige europäische Land, in dem es in den vergangenen Jahren jüdische Opfer von Gewalttaten gab. Hier ist die Welle der Auswanderungen von Juden nach Israel besonders groß. Das Problem des Antisemitismus wird vor allem auf muslimischer Seite verortet. Darüber haben Morell und Hasse mit Betroffenen gesprochen - und mit Historikern und Philosophen, wie Georges Bensoussan und Elisabeth Badinter, aber auch mit dem Rabbiner Michel Serfaty, der seit vielen Jahren versucht, zwischen den Religionen zu vermitteln. Mit diesen Erfahrungen im Gepäck sind sie nach Deutschland zurückgekehrt, wo man gleichsam eine Schnittmenge der Phänomene findet. Sie haben sich hier vor allem mit Lösungen beschäftigt - mit Menschen, die Antisemitismus nicht für ein unveränderbares Problem halten, sondern für eine gesellschaftliche Herausforderung, der man sich stellen muss. Die Dokumentation ist die Bestandsaufnahme von Antisemitismus in Europa, ein Film über Menschen zwischen Verzweiflung und Hoffnung, zwischen Aufgeben und Widerstand.