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Jonker wird Trainer in Wolfsburg

Calle Kops sid, dpa
27. Februar 2017

Die Entscheidung ist gefallen: Nach der Entlassung von Trainer Valerien Ismael wird nun Andries Jonker auf der Bank des VfL Wolfsburg Platz nehmen. Selbst der Niederländer ist überrascht, wie schnell alles ging.

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Andries Jonker im Porträt (Foto: picture-alliance/NurPhoto/K. Galvin)
Bild: picture-alliance/NurPhoto/K. Galvin

Andries Jonker soll den kriselnden VfL Wolfsburg vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga retten. Der ehemalige Assistent von Trainer Louis van Gaal bei Bayern München wird Nachfolger des am Sonntag entlassenen Valerien Ismael und erhält beim Deutschen Meister von 2009 einen Vertrag bis 2018. Das gaben die Niedersachsen am Montag bekannt. Beim Tabellen-14. ist der 54-jährige Niederländer bereits der dritte Trainer der laufenden Saison.

Ismael wurde das 1:2 im Kellerduell gegen Werder Bremen am Freitag zum Verhängnis, die Wölfe haben nach der zwölften Saisonniederlage nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Ismael hatte die Mannschaft erst am 18. Oktober von Dieter Hecking übernommen, der nach dem siebten Spieltag entlassen worden war.

Jonker von VfL-Anfrage überrascht

Jonker leitete zuletzt die Nachwuchsakademie des englischen Top-Klubs FC Arsenal, von 2009 bis 2011 war er beim FC Bayern Assistent von van Gaal. Nach dessen Entlassung im April 2011 führte er die Münchner als Interims-Cheftrainer in die Champions League. Auch in Wolfsburg ist Jonker ein alter Bekannter: Von 2012 bis 2014 war er Co-Trainer unter Felix Magath, Lorenz-Günther Köstner und Dieter Hecking.

"Die aktuelle Situation ist, dass wir ein kleines Problem lösen müssen", sagte der Ismael-Nachfolger bei seiner Präsentation. "Ich habe nie damit gerechnet, dass ich Wunschkandidat bin", gab der frühere Co-Trainer zu. "Als die Anfrage kam, war das sehr überraschend." Es habe ganz, ganz schnell gehen müssen, sagte Jonker, er habe kaum Bedenkzeit gehabt: "Es war nur eine Stundensache, nicht einmal eine Tagessache."

Der Niederländer kennt zwar noch einige Spieler aus seiner Zeit als Assistent, aber nun muss er sich "erstmal ein Bild von der Mannschaft machen, danach gibt es Arbeit". Wie die genau aussieht verriet er noch nicht: "Aus dem was ich sehe, werde ich meinen Plan machen." Nur so viel: "Die fangen heute alle bei null an."

ck/ml (sid, dpa)