Jagd auf den vermeindlichen Steuersünder Ikea | Podcast Wirtschaft | DW | 18.12.2017
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Podcast Wirtschaft

Jagd auf den vermeindlichen Steuersünder Ikea

Die ausgeklügelten Steuertricks von Ikea +++ Trumps Steuergeschenke könnten wahr werden +++ die steilste Standseilbahn der Welt +++ der deutsche Fachkräftemangel - nur ein Märchen?

Audio anhören 18:55

Ikea im Visier

"Wohnst Du noch oder lebst Du schon?" Mit diesem Slogan motiviert Ikea in Deutschland zum Möbelkauf. In Bezug auf die Steuerpraxis des Konzerns könnte man jetzt zurückfragen: "Drückst Du dich noch oder zahlst du schon?" 

Bereits 2014 enthüllten die Luxemburg-Leaks Papiere, wie ungeheuer verschachtelt das Ikea-Imperium organisiert ist - wahrscheinlich mit dem Ziel, möglichst wenig Steuern zu zahlen. "Ikeas System zur Steuervermeidung ist so ausgeklügelt wie die Bauanleitungen für seine Möbel", meint dazu der Grünen-Finanzexperte im Europaparlament, Sven Giegold. Dem will die EU-Kommission jetzt ein Ende setzen. 

Trumps Steuergeschenke zu Weihnachten

Die Mauer an der Grenze zu Mexiko ist noch nicht gebaut, die 2010 beschlossene Gesundheitsreform von Barack Obama ist noch nicht abgeschafft, einen generellen Einreisestopp für Muslime in die USA gibt es ebenfalls nicht - US-Präsident Donald Trump konnte bislang noch nicht viele seiner Wahlversprechen umsetzen.

Nun aber soll die große Steuerreform Wirklichkeit werden. Es war ein zähes Ringen, bis das Steuerpaket so gestaltet war, dass es ausreichende Unterstützung erwarten darf. Noch diese Woche soll der Kongress das Gesetz verabschieden und noch vor Weihnachten möchte Trump das Ganze unterzeichnen. Für ihn wäre das der größte Erfolg seiner bisherigen Amtszeit - für amerikanische Unternehmen ein schönes Weihnachtsgeschenk. Wie aber sieht der Kompromiss der Steuerreform genau aus?

110 Prozent bergauf

Die Schweiz kann sich seit Sonntag damit schmücken, die steilste Standseilbahn der Welt zu haben. Schwindelfrei muss keiner sein, der sich in die Höhe wagt, denn die Seilbahn fährt auf Schienen und wird mit einem Seil den Berg hochgezogen. Das Ganze sieht ziemlich ungewohnt aus: Vier gläserne, große Trommeln sind hintereinander auf einem Wagen aufgereiht, in jede Trommel passen bis zu 34 Menschen. So sollen nicht nur Touristen, sondern auch die Einheimischen befördert werden.

Fachkräftemangel - nur ein Märchen?

Seit Jahren klagen Unternehmer und Wirtschaftsverbände, dass es immer schwieriger werde, Fachkräfte zu finden. Die Rede ist gar von einem "existenzbedrohenden Fachkräftemangel". 3,3 Millionen qualifizierte Arbeitnehmer könnten in Deutschland bis 2040 fehlen – so die Prognose des Beratungsunternehmens Prognos. Können sich die jetzt jungen Menschen also ganz entspannt zurücklehnen und sorglos dem Arbeitsleben entgegensehen? Wie dramatisch die Situation wirklich ist, darüber hat sich Dirk Ulrich Kaufmann mit Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen unterhalten.

 

Technik: Jonas Imminger

Redaktion: Insa Wrede

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