Jürgen Klopp ist ″Deutscher Fußball Botschafter 2019″ | Sport | DW | 15.05.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Jürgen Klopp ist "Deutscher Fußball Botschafter 2019"

Sportlich steht er kurz vor der Krönung zum Großmeister unter den Fußball-Trainern: Jürgen Klopp hat erneut die Chance auf den Champions-League-Titel - erhält aber schon vorab eine Auszeichnung.

Jürgen Klopp
Fußball, Fussball:
Uefa Champions League, CL
FCB FC Bayern München Muenchen - FC Liverpool (picture-alliance/augenklick/firo Sportphoto/S. El-Saqqa)

In gewohnter Pose: Jürgen Klopp steht kurz vor dem größten Triumph seiner Karriere

Es ist die Bescheidenheit, die echte Champions ziert. So glaubt Jürgen Klopp auch in einem seiner erfolgreichsten Jahre als Trainer nicht, dass er der beste deutsche Trainer im Ausland sei. "Petra (Landers, Anm. d. Red.) und Michael (Weiß, Anm. d. Red.) hätten das mit Sicherheit genau so verdient gehabt, wenn nicht gar noch mehr als ich. Aber aus irgendwelchen Gründen, ist die Wahl auf mich gefallen. Ich freue mich darüber", sagte Jürgen Klopp in einer Videobotschaft an Jury und Publikum bei der Verleihung des Deutschen Fußball-Botschafter-Preises, der am Mittwochabend zum siebten Mal in Berlin verliehen wurde. 

Klopp, der gerade mit dem FC Liverpool knapp am Meistertitel vorbeigeschrammt ist, blickt auf eine starke Saison zurück. Sein Team holte in der englischen Meisterschaft grandiose 97 Punkte, die aber aufgrund des noch stärkeren Teams von Manchester City (98 Zähler) nicht zum Titel reichten. Noch spektakulärer war Klopps Leistung in der Champions League. Mit einem atemberaubenden Comeback kämpften sich die Liverpooler gegen den FC Barcelona ins Finale der Königsklasse. Dort hat Klopp die Chance auf den ersten Henkelpott seiner Karriere, mit Dortmund (2013) und Liverpool (2018) war er zweimal als Finalist gescheitert. 

Watzke über Klopp: Jedem Verein gibt er etwas

Explizit geehrt wurde Klopp aber nicht für seine sportlichen Verdienste, sondern auch für seine herausragende Rolle als Botschafter des deutschen Fußballs. Als Schnittstelle zwischen Sport und Kultur würdigt die Initiative "Deutscher Fußball Botschafter" deutsche Trainerinnen und Trainer sowie und Spielerinnen und Spieler für ihr sozial-gesellschaftliches Engagement im Ausland. "Klopp ist jetzt einfach mal dran. Pep Guardiola geht immer zum Favoriten. Und Jürgen geht immer zu den Herausforderern. Jedem Verein gibt er etwas", lobte Hans-Joachim Watzke Klopp in seiner Laudatio. Watzke war als BVB-Geschäftsführer lange Klopps Vorgesetzter, beide verbindet bis heute eine enge Freundschaft. "Die Leute lieben ihn, weil die Leute merken, dass er den Verein lebt. Jürgen ist ein ungewöhnlicher Mensch."

Video ansehen 00:52

Jürgen Klopp: "Ich bin gerne Europäer"

Watzke lobte zudem Klopps Optimismus und seine Fähigkeit, auch aus Niederlagen neue Erkenntnisse zu ziehen. Erst kürzlich hatte Klopp im exklusiven DW-Interview erklärt, dass Fußball eben auch Leidensfähigkeit erfordert. "Die große Herausforderung in diesem Spiel ist es, ein großes Frustrationspotential zu haben. Wenn der liebe Gott mich dafür braucht, um zu zeigen, dass jemand sechs Endspiele in Folge verliert und er es tatsächlich auch noch ein siebtes Mal versucht, dann bin ich die perfekte Person dafür." 

Marc-André ter Stegen räumt Publikumspreis ab

Neben Klopp erhielt auch Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen eine Auszeichnung. Der Barca-Schlussmann war erst vor wenigen Tagen im Halbfinale der Champions League an Klopps Team gescheitert. Der 27-jährige gebürtige Mönchengladbacher gewann den Publikumspreis, an dem mehrere zehntausend Fans per Online-Voting teilnahmen. Trainer Gernot Rohr lobte in seiner Laudatio die Vielseitigkeit der Nummer 1 des FC Barcelona: "Er verkörpert den modernen Torhüter." Den Ehrenpreis erhielt der ehemalige Nationalspieler Bernd Schuster, der ganz nebenbei mit Blick auf die Nationalmannschaft eine Lanze für ter Stegen brach: "Für mich ist er seit zwei Jahren die Nummer eins. Dass ein Torwart ein so guter Fußballer sein kann, das hätte ich nicht gedacht." Ob diese Botschaft auch den Bundestrainer erreicht?

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema