ISS-Raumfahrer sind wieder Erdlinge | Aktuell Welt | DW | 25.06.2019
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Raumfahrt

ISS-Raumfahrer sind wieder Erdlinge

Drei ISS-Besatzungsmitglieder sind nach rund einem halben Jahr auf der Internationalen Raumstation sicher auf die Erde zurückgekehrt. Die nächste Crew ist schon in den Startlöchern.

Mehr als 200 Tage waren sie im All, nun sind drei Raumfahrer wieder in der kasachischen Steppe angekommen.

Die Sojus-Kapsel schwebt zur Erde hinab, ...

Die Sojus-Kapsel schwebt zur Erde hinab, ...

Die Sojus-Kapsel mit dem russischen Kommandanten Oleg Kononenko und der US-Amerikanerin Anne McClain sowie dem kanadischen Astronauten David Saint-Jacques setzte um 04.48 Uhr MESZ ohne Probleme in der kasachischen Steppe auf, wie in einer Live-Übertragung der US-Raumfahrtbehörde NASA zu sehen war.

Kasachstan Drei Raumfahrer kehren von der ISS zur Erde zurück (Reuters/A. Nemenov)

... um schließlich ...

Der Flug von der ISS in einer Höhe von rund 400 Kilometer zurück zur Erde dauerte etwa drei Stunden. Unmittelbar nach der Landung wurden die Raumfahrer von Mitarbeitern aus der kleinen Kapsel geholt und versorgt.

... in Kasachstans Steppe zu landen

... in Kasachstans Steppe zu landen

Erschlaffende Schwerelosigkeit

Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen die Raumfahrer zunächst Hilfe, da die Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss. Erst nach medizinischen Untersuchungen dürfen die Raumfahrer in ihre Heimat zurückkehren.

Während ihres Aufenthalts auf der ISS arbeiteten die Raumfahrer an Dutzenden Experimenten und führten bei mehreren Außeneinsätzen wichtige Wartungsarbeiten an der Außenwand der Station durch.

Vor dem Abdockmanöver hatte Kononenko noch die Verantwortung für die Station an seinen russischen Kollegen, den Kosmonauten Alexej Owtschinin, übergeben.

Die drei Heimkehrer waren Anfang Dezember zur ISS geflogen. Der Flug war mit einer gewissen Sorge beobachtet worden: Mitte Oktober hatte eine russischen Sojus-Rakete auf dem Weg zur ISS wegen technischer Probleme kurz nach dem Start notlanden müssen. Der US-Astronaut Nick Hague und sein russischer Kollege Alexej Owtschinin blieben aber unverletzt.

Der Außenposten der Menschheit wird zunächst nur von einem kleinen Team bewohnt. Der nächste Start zur ISS ist am 20. Juli geplant, dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung. Dann soll auch der ESA-Astronaut Luca Parmitano wieder auf der ISS leben und forschen. Der Italiener fliegt mit Andrew Morgan von der NASA und Alexander Skwortsow von Roskosmos zur Raumstation.

Die ISS

Die ISS

In der zweiten Hälfte der Mission soll der 42-Jährige als erster Italiener das Kommando übernehmen. Parmitano war bereits 2013 auf der ISS. Damals wäre er bei einem Außeneinsatz fast in seinem Raumanzug ertrunken, weil sich Wasser in seinem Helm gesammelt hatte.

stu/ar (dpa, afp)

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