Israel will Hilfe im Konflikt mit Iran | Aktuell Nahost | DW | 26.08.2019
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Nahost

Israel will Hilfe im Konflikt mit Iran

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung seines Landes aufgerufen. Der Iran führe "mörderische Terroranschläge gegen den Staat Israel". Dem müsse man sich entgegenstellen.

"Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, sofort zu reagieren, so dass der Iran mit diesen Angriffen aufhört", sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu (Artikelbild). Tatsache ist: In den vergangenen Tagen haben sich die Spannungen in der Nahost-Region erheblich verstärkt. Nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus hatten israelische Kampfflugzeuge mutmaßliche iranische Stellungen bombardiert. Dabei wurden Aktivisten zufolge am Samstag mindestens fünf Kämpfer getötet. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um einen Präventivschlag gegen iranische "Killerdrohnen", die Ziele in Israels Norden angreifen sollten.

Beirut nennt es eine "Kriegserklärung"

Zudem war am Sonntag im Süden Beiruts nahe dem Medienbüro der Schiitenmiliz Hisbollah eine israelische Drohne abgestürzt, wie ein Sprecher der Gruppe erklärte. Eine zweite Drohne sei in der Luft explodiert. Der libanesische Präsident Michel Aoun betonte, der Vorfall komme einer "Kriegserklärung" gleich. Wie es aus dem Büro des Präsidenten hieß, hatte zudem eine israelische Drohne im Osten des Landes die Basis einer Iran-treuen Gruppe unter Beschuss genommen.

Die israelische Armee greift immer wieder Ziele im Bürgerkriegsland Syrien an, gibt dies jedoch nur selten offiziell zu. Die Attacken richten sich Beobachtern zufolge gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Israel will verhindern, dass sich der Iran in Syrien und im Libanon militärisch weiter etabliert. Die beiden Länder grenzen an Israel.

Die Hisbollah wird vom ebenfalls schiitischen Iran unterstützt und betrachtet wie die Regierung in Teheran den jüdischen Staat als Erzfeind. Sie besitzt im Libanon großen politischen und militärischen Einfluss. 

haz/wa (dpa, afp)

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