Israel attackiert Islamischen Dschihad | Aktuell Nahost | DW | 24.02.2020
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Nahost

Israel attackiert Islamischen Dschihad

Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee zurückgeschlagen: Sie nahm Stellungen der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad ins Visier - auch in Syrien.

Israelischer Luftangriff südlich des Gazastreifens (Reuters/I. Abu Mustafa)

Südlicher Gazastreifen: Flammen nach Raketeneinschlägen erhellen die Nacht

Man habe "Terrorziele des Islamischen Dschihad südlich von Damaskus" in Syrien angegriffen, zusätzlich zu "Dutzenden" von Zielen der militanten Organisation im gesamten Gazastreifen, erklärte das israelische Militär.

Zuvor waren am Sonntagabend nach Angaben der Armee 20 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Zehn davon wurden demnach vom israelischen Raketenabwehrsystem "Iron Dome" (Eisenkuppel) abgefangen, andere schlugen in unbewohnten Gebieten ein. 

Iron Dome Israelischer Luftangriff südlich des Gazastreifens (Reuters/A. Cohen)

Küstenstadt Aschkelon: das israelische Abwehrsystem "Iron Dome" im Einsatz

Der Islamische Dschihad bekannte sich zu dem Raketenbeschuss. Damit reagierte die palästinensische Gruppe auf die Tötung eines Mitglieds ihres bewaffneten Flügels durch israelische Soldaten. Der Kämpfer habe Sprengstoff in der Nähe des Gaza-Grenzzauns anbringen wollen, hieß es von Seiten Israels.

"Neue Politik"

In sozialen Medien verbreitete Videoaufnahmen zeigen den leblosen Körper des Kämpfers, als er von einem israelischen Militärbulldozer abtransportiert wird. Die Bilder sorgten in Gaza für Aufruhr.

Der israelische Verteidigungsminister Naftali Bennett sprach von einer "neuen Politik", nach der Israel die Leichen von Extremisten nicht zurückgebe. Damit wolle man Druck auf die im Gazastreifen herrschende Hamas ausüben, damit diese ihrerseits die Leichen von zwei 2014 im Gaza-Krieg getöteten israelischen Soldaten aushändige.

wa/cw (afp, rtr, dpa)

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