IS-Anhänger verübte Anschläge in Bayern | Aktuell Deutschland | DW | 10.05.2020
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Extremismus

IS-Anhänger verübte Anschläge in Bayern

Seine Festnahme verhinderte wohl Schlimmeres: Ein nach Anschlägen auf Geschäfte türkischstämmiger Inhaber gefasster 25-Jähriger sympathisiert nach eigener Darstellung mit der Terrormiliz "Islamischer Staat".

Der mutmaßliche Attentäter von Waldkraiburg in Oberbayern habe als Tatmotiv seinen Hass auf Türken und eine antitürkische Gesinnung angegeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft bei einer online aus Rosenheim übertragenen Pressekonferenz am Sonntag mit. Er sei Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat", bekundete er demnach.

"Ich bin erleichtert, dass von dem gefährlichen Täter keine Gefahr mehr ausgeht", sagte Robert Kopp, der Polizeipräsident des Präsidiums Oberbayern Süd. Im April waren in Waldkraiburg ein Friseursalon, eine Pizzeria und ein Kebap-Lokal Ziel von Steinwurf-Attacken. Ein Gemüseladen ging in Flammen auf. Sechs Menschen wurden verletzt. Dem Attentäter wird neben schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung auch versuchter Mord vorgeworfen. Ob er Mittäter oder Mitwisser hatte, wird noch ermittelt. 

Deutschland | Anschlag | Waldkraiburg

Ziel Döner-Imbiss: Spuren einer Attacke

Weitere Anschläge in Planung?

Der Tatverdächtige ist nach Angaben der Behörden deutscher Staatsbürger, seine Eltern stammen aus der Türkei. Der 25-Jährige war am Freitagabend am Bahnhof in Mühldorf am Inn von der Bundespolizei überprüft worden, weil er bei einer Kontrolle nicht im Besitz einer gültigen Fahrkarte war. In seinem Gepäck wurden zehn funktionsfähige Rohrbomben gefunden.

In einem Wagen in einer Tiefgarage in Garching fanden die Ermittler 13 weitere funktionsfähige Rohrbomben sowie etwa zehn Kilogramm einer als Sprengstoff geeigneten Chemikalie. In der Waldkraiburger Wohnung des Mannes stellten die Beamten darüber hinaus weiteres Material sowie eine Pistole sicher.

wa/haz (dpa, afp)

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