Iren erinnern an Osteraufstand | Aktuell Europa | DW | 27.03.2016
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Aktuell Europa

Iren erinnern an Osteraufstand

Irland hat des Osteraufstandes vor 100 Jahren gedacht. Staatspräsident Michael Higgins legte in der Hauptstadt Dublin einen Kranz zu Ehren von Aufständischen nieder, die nach der Erhebung 1916 hingerichtet worden waren.

Zu einer fast fünf Kilometer langen Militärparade durch die Innenstadt von Dublin kamen mehr als 100.000 Menschen zusammen. Am früheren Hauptquartier der Aufständischen wurde eine Proklamationsurkunde verlesen, die vor 100 Jahren aufgesetzt worden war. Zahlreiche Ostergottesdienste fielen aus, weil die Kirchen aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben mussten.

Bereits am Samstag hatte Staatspräsident Higgins bei einer Gedenkveranstaltung im Garden of Remembrance, dem Garten der Erinnerung, in der Hauptstadt einen Kranz niedergelegt. Mit einer Schweigeminute wurde der Gefallenen des Aufstandes gedacht. Es sind die größten Gedenkfeierlichkeiten in der Geschichte des Landes.

Aufstand gegen britische Vorherrschaft

Der Osteraufstand vom 24. bis 29. April 1916 gehört zu den Ereignissen, die zur Gründung der heutigen Republik Irland führten. Vor 100 Jahren hatten Tausende gegen eine ihrer Meinung nach bestehende britische Vormundschaft demonstriert.

Aus Protest gegen die britische Politik besetzten sie zentrale Gebäude in Dublin. Die Londoner Regierung entsandte Truppen, 20.000 Solaten kesselten die Stadt ein. Hunderte Menschen starben in den Kämpfen, Tausende der Aufständischen wurden inhaftiert, 16 ihrer Anführer wurden hingerichtet.

Nordirland - Osteraufstand

Ein Soldat zeigt die Proklamationsurkunde, die 1916 aufgesetzt worden war



Es handelte sich um die erste größere bewaffnete Revolution innerhalb des Britischen Empires. Während der Erhebung verloren mehr als 450 Menschen ihr Leben. Militärisch scheiterte der Aufstand. Das Ziel, eine gesamtirische Republik zu schaffen, wurde verfehlt.

Zweigeteilt in Irland und Nordiland

In der Folge der Ereignisse zerfiel Irland 1921 in einen Freistaat und in das mit Großbritannien verbundene Nordirland. Seine formelle Unabhängigkeit erlangte der Freistaat 1949 mit Gründung der heutigen Republik Irland. Die London-nahen größeren Unionisten-Verbände aus Nordirland boykottierten Medienberichten zufolge die Gedenkfeiern in der Republik.

haz/kle (dpa, kna)

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