Iranischer Geheimdienst wollte US-Aktivistin entführen | Aktuell Welt | DW | 14.07.2021
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Meinungsfreiheit

Iranischer Geheimdienst wollte US-Aktivistin entführen

Vier Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes wollten die iranischstämmige Amerikanerin Masih Alinejad entführen und in den Iran verschleppen, erklärte das US-Justizministerium. Jetzt klagt die US-Justiz die Männer an.

DW Global Media Forum | The power of influencers — and what they mean for democracy

Masih Alinejad auf dem Global Media Forum der Deutschen Welle im Jahr 2020

Die Staatsanwaltschaft in New York hat vier Mitarbeiter oder Informanten des iranischen Geheimdienstes wegen der geplanten Entführung einer US-Menschenrechtsaktivistin angeklagt. Sie wollten die im Stadtteil Brooklyn ansässige iranischstämmige Amerikanerin entführen und in den Iran verschleppen, wo ihr als Kritikerin des iranischen Regimes Strafverfolgung gedroht hätte, wie das Justizministerium erklärte.

FBI durchkreuzt die Pläne

Die vier Verdächtigen befänden sich im Iran, hieß es weiter. Einer fünften Person, die in Kalifornien lebt, wird vorgeworfen, bei der Finanzierung des Vorhabens geholfen zu haben. Die Bundespolizei FBI habe den Plan rechtzeitig durchkreuzt, hieß es. Es sei das Recht von US-Bürgern, von der Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen und sich für Menschenrechte einzusetzen - ohne sich dabei vor ausländischen Geheimdiensten fürchten zu müssen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Angeklagten hatten den Angaben zufolge seit 2018 nach Wegen gesucht, um ihr Opfer in ein Drittland zu locken und von dort aus in den Iran zu bringen. Später sollen sie die Wohnung der Journalistin überwacht haben und Privatdetektive engagiert haben, um sie auszuspionieren.

Das Justizministerium nannte die Person, die entführt werden sollte, nicht namentlich. Medienberichten zufolge handelte es sich um die Autorin und Aktivistin Masih Alinejad. Sie verbreitete über ihren verifizierten Twitter-Account auch mehrere Berichte und Kommentare, in denen sie als Ziel der geplanten Entführung bezeichnet wurde. Sie machte später in einem Tweet die iranische Führung unter dem scheidenden Präsidenten Hassan Rohani dafür verantwortlich.

nob/ehl (dpa, ap, afp)

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