Iran und Pakistan vertiefen Partnerschaft | Aktuell Asien | DW | 22.04.2019
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Auf gute Nachbarschaft

Iran und Pakistan vertiefen Partnerschaft

Konkret vereinbarten Präsident Hassan Rohani und Pakistans Regierungschef Imran Khan die Bildung einer schnellen Eingreiftruppe. Diese soll den grenzüberschreitenden Terror regierungsfeindlicher Milizen eindämmen.

Pakistan PM Imran Khan trifft Iran Präsident Hassan Rouhani in Tehran (Press Office/Prime Minister House)

Freundlicher Empfang - Rohani (l.) und Khan in Teheran

Die Bildung der gemeinsamen Grenztruppe gab Irans Präsident Hassan Rohani anlässlich eines Staatsbesuchs von Pakistans Regierungschef Imran Khan in Teheran bekannt. "Wir werden demnächst mit schnellen Eingreiftruppen diese terroristische Gruppen in unseren Grenzgebieten konsequent bekämpfen", sagte Rohani. Drogenbanden und islamistische Gruppen haben nach Angaben aus Teheran in den vergangenen Jahren mehrmals die gemeinsame Grenze überschritten und terroristische Operationen verübt.

Auch Khan betonte, dass sein Land nicht zulassen werde, dass Terrorgruppen vom pakistanischen Boden aus die Nachbarländer bedrohten. Solche Terroroperationen sollten auch nicht dazu führen, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Islamabad belastet würden.

Grundsätzlich gilt die Beziehung Irans zu seinem südöstlichen Nachbarn Pakistan trotz gelegentlicher Irritationen als gut. Belastet wurde die Beziehung in der Vergangenheit immer wieder durch den gegenseitigen Vorwurf, zu wenig gegen Militante zu unternehmen, die auf der jeweils anderen Seite der Grenze Anschläge verübten.

Pakistan PM Imran Khan trifft Iran Präsident Hassan Rouhani in Tehran (Press Office/Prime Minister House)

Beratungen im Teheraner Präsidentenpalast

Jetzt sprachen beide Seiten von einer neuen Phase der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit. Der Besuch von Khan in Teheran sei ein neuer Wendepunkt in den Beziehungen, sagte Rohani. "Kein drittes Land kann die historischen und brüderlichen Beziehungen zu Pakistan untergraben." Die Details für den Ausbau der bilateralen Handelsbeziehungen sollen Rohani zufolge die jeweiligen Minister beider Länder in Teheran besprechen. Zahlen nannte er nicht, aber das Handelsvolumen soll um das Zehnfache steigen. Khan begrüßte den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Letzte Attacke liegt keine Woche zurück

Zuletzt waren am Donnerstag 14 Menschen getötet worden, die aus Bussen in der grenznahen pakistanischen Provinz Belutschistan entführt worden waren. Eine Vereinigung mehrerer aufständischer Gruppierungen in der Region erklärte, hinter den Attacken zu stehen. Belutschistan liegt im Südwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan und Iran und ist die ärmste und instabilste Provinz des Landes. Sie gilt als Hochburg islamistischer und separatistischer Aufständischer.

qu/hf (dpa, afp, rtr)

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