Internationaler Karlspreis 2018 für Emmanuel Macron | Kultur | DW | 08.12.2017
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Kultur

Internationaler Karlspreis 2018 für Emmanuel Macron

Der französische Präsident erhält den Aachener Karlspreis 2018 für seine Verdienste um die Einheit Europas. Die Auszeichnung würdigt Macrons "Vision von einem neuen Europa und der Neugründung des europäischen Projekts".

"Uns haben zwei Punkte besonders bewogen, den französischen Staatspräsidenten auszuzeichnen", erklärte der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp die Wahl Emmanuel Macrons zum Träger des Karlspreises 2018 am Freitag (8.12.2017). Vor allem sein "Eintreten für Zusammenhalt und Gemeinsamkeit und sein entschiedener Kampf gegen jede Form von Nationalismus und Isolationismus" seien vorbildhaft und wegweisend.

Europa-Hymne statt Marseillaise

Oberbürgermeister Philipp nannte den bekennenden Europafreund Macron "einen mutigen Vordenker für die Erneuerung des europäischen Traums". Der Vorsitzende des Karlspreis-Direktoriums, Jürgen Linden, hob seine "wertvollen Impulse für die europäische Reformdebatte" hervor. Unvergessen sei die Szene, als der frisch gewählte Präsident im Innenhof des Louvre nicht etwa die Marseillaise, sondern die Klänge der Europahymne ertönen ließ. Damit habe Macron die Verankerung Frankreichs in der Europäischen Union unterstrichen, so Linden.

Nach Angaben der Stadt Aachen und des Karlspreis-Direktoriums hat der designierte Preisträger selbst schon reagiert: Macron fühle sich geehrt und freue sich über diese hohe Auszeichnung, hieß es.

Abbildung des Karlspreises (picture alliance/abaca)

Kleine Medaille, große Ehre: der Karlspreis

Emmanuel Macron ist seit Mai 2017 französischer Staatspräsident. Mit seiner politischen Bewegung "En Marche" trat er zur
Präsidentschaftswahl an und setzte sich in der Stichwahl gegen Marine Le Pen vom rechtgerichteten Front National durch.

Preisverleihung am Himmelfahrtstag

Der undotierte Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. Zum ersten Mal wurde er 1950 verliehen. 2017 erhielt der britische Historiker Timothy Garton Ash den Ehrenpreis. Weitere Preisträger waren unter anderem Papst Franziskus, Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Die Preisverleihung 2018 findet an Christi Himmelfahrt, 10. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.

ka/suc (epd/dpa)

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