Inflation in der Eurozone weiter sehr niedrig | Wirtschaft | DW | 31.08.2016
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Wirtschaft

Inflation in der Eurozone weiter sehr niedrig

Verbraucherpreise in der Eurozone sind im August erneut nur leicht gestiegen. Mit 0,2 Prozent liegt die Inflation weiter unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von knapp zwei Prozent.

Günstige Energie sorgt für eine stagnierende Inflation im Euro-Raum. Im August verteuerten sich Waren und Dienstleistungen auf Jahressicht um durchschnittlich 0,2 Prozent und damit genau so geringfügig wie im Juli, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch unter Berufung auf erste Berechnungen mitteilte. Die Teuerung liegt weit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei einem Niveau von zwei Prozent von stabilen Preisen spricht.

Die seit langem sehr niedrige Inflationsrate macht Ökonomen Sorgen: Sie fürchten eine Abwärtsspirale der Preise - eine sogenannte Deflation - und eine Schwächung der Konjunktur, wenn sich immer mehr Verbraucher und Unternehmen in Erwartung noch niedrigerer Preise bei Konsum und Investitionen zurückhalten. Die Währungshüter haben ihre Geldpolitik wiederholt gelockert, den Leitzins auf null gesenkt und ihr Anleihenkaufprogramm ausgeweitet, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen und die Inflation anzukurbeln.

Dämpfend auf die Preise wirkten sich auch im August die Kosten für Energie aus, für die die Verbraucher 5,7 Prozent weniger ausgeben mussten. Klammert man Energie aus, lag die Jahresteuerung deutlich höher bei 0,9 Prozent.

zdh/hb (rtr, dpa, afp)