Indien bricht Start zum Mond ab | Aktuell Asien | DW | 14.07.2019
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Raumfahrt

Indien bricht Start zum Mond ab

Die Mondmission wurde schon mehrfach verschoben, auch der jüngste Anlauf misslang. Die Rakete mit dem indischen Orbiter "Chandrayaan-2" an Bord muss noch auf der Erde bleiben.

Indien Sriharikota Abbruch Mond Mission (AP Photo/M. Swarup)

Countdown gestoppt: Rakete vom Typ "MkIII-M1" an der Startrampe

56 Minuten und 24 Sekunden vor dem geplanten Abheben der Rakete am Montagmorgen (Ortszeit) wurde die Mondmission vorerst abgebrochen. Grund sei ein "technisches Problem", teilte die indische Weltraumbehörde ISRO mit. Ein neuer Starttermin wurde noch nicht genannt.

Die Rakete sollte den Orbiter "Chandrayaan-2" (Mondfahrzeug) von einer Insel vor der Küste des Bundesstaates Andhra Pradesh ins All befördern. Der Orbiter hat ein Landemodul an Bord, das am Südpol des Mondes aufsetzen soll. Ein Rover soll dann auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser suchen.

Indien Mond Mission Landefähre Chandrayaan-2 (picture-alliance/Photoshot)

Landemodul von "Chandrayaan-2" (Archiv)

Nummer 4

Bei einem Erfolg der Mission wäre Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China, dem eine Mondlandung gelingt. Indien entwickelte nahezu alle Komponenten selbst, die Kosten dafür waren mit umgerechnet rund 124 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Mondprogrammen niedrig.

Die indische Weltraumbehörde hat bereits weitere Missionen angekündigt: So soll in der ersten Jahreshälfte 2020 mit "Aditya L-1" ein Satellit in Sonnennähe gebracht werden und dort auf einer Umlaufbahn die sogenannte Korona, die Sonnenatmosphäre, erforschen. In zwei bis drei Jahren soll zudem eine Mission zur Untersuchung des Planeten Venus starten. Im Dezember 2021 soll sich dann mit "Gagayaan" erstmals eine indische Rakete mit Besatzung ins All aufmachen.

wa/nob (afp, dpa)

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