In Paris gehen tausende Ärzte auf die Straße | Aktuell Europa | DW | 16.06.2020
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Gesundheitswesen

In Paris gehen tausende Ärzte auf die Straße

Gemeinsam mit Krankenschwestern und Pflegern forderten sie mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen, um die Corona-Pandemie meistern zu können. Allein in Frankreichs Hauptstadt zählte die Polizei 18.000 Demonstranten.

Am Rande der Proteste in Paris kam es zu Auseinandersetzungen zwischen einzelnen gewalttätigen Gruppen und der Polizei. 32 Menschen wurden festgenommen. Innenminister Christophe Castaner sprach von Randalierern, die in die friedliche Demonstration eingedrungen seien.

Durch die Corona-Pandemie ist die Situation in Frankreichs Gesundheitssystem sehr angespannt. Das Personal arbeitete wochenlang am Limit. Kundgebungen, die darauf aufmerksam machen sollten, gab es auch in Montpellier, Metz, Lyon, Nantes und Marseille.

Versprechen von Philippe

Die Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte fordern neben einer besseren Bezahlung auch eine weniger gewinnorientierte Ausrichtung der Krankenhäuser. Premier Édouard Philippe hatte dem Krankenhauspersonal bereits spürbare Gehaltserhöhungen versprochen. Die Mitte-Regierung läutete auch eine Reform des Gesundheitswesens ein.

Während der Pandemie sind in Frankreich bisher mehr als 29.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Präsident Emmanuel Macron hatte zuletzt weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen angekündigt und damit seinen Landsleuten eine baldige Rückkehr zu quasi normalen Lebensbedingungen in Aussicht gestellt.

Frankreich Ärzte-Protesten in Paris (Reuters/C. Platiau)

Unter die friedlichen Demonstranten in Paris mischten sich vereinzelt auch Randalierer

haz/ml (dpa, afp)