Immer mehr Tote bei Jahrhundertflut in Südindien | Aktuell Asien | DW | 18.08.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Naturkatastrophe in Indien

Immer mehr Tote bei Jahrhundertflut in Südindien

Besonders betroffen ist der von Touristen beliebte indische Bundesstaat Kerala. Hier warten noch immer Tausende von den Fluten Eingeschlossene auf Hilfe.

Video ansehen 01:55
Jetzt live
01:55 Min.

Südindien: Jahrhunderthochwasser in Kerala

Die Zahl der bei Überschwemmungen in Südindien ums Leben gekommenen Menschen ist weiter angestiegen: Der Regierungschef des Bundeststaats Kerala, Pinarayi Vijayan, schrieb auf Twitter, mindestens 324 Menschen seien in den Fluten umgekommen. Mehr als 223.000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen, sie seien in den mehr als 1500 Rettungscamps untergekommen. Es handele sich um die schlimmste Flut in den vergangenen 100 Jahren. Premierminister Narendra Modi besuchte die Region und versprach finanzielle Hilfen von über 70 Millionen US-Dollar.

Indien Monsun - Überschwemmungen in Kochi (Getty Images/AFP)

Der Verkehr kommt wegen der Fluten zum Erliegen - wie hier in Kochi im Bundesstaat Kerala

Laut Vorhersage sollen die Regenfälle in den kommenden Tagen abnehmen, wie die Zeitung "The Times of India" berichtete. Die Menschen in Kerala kämpfen seit dem 8. August mit außerordentlich heftigen Monsunregenfällen. Der wegen seiner Traumstrände und malerischen Teeplantagen bei Touristen beliebte Bundesstaat leidet in diesem Jahr unter besonders heftigen Monsun-Regenfällen. Aber auch andere Bundesstaaten, darunter Karnataka nördlich von Kerala sowie Madhya Pradesh im Landesinneren, sind betroffen.

Die meisten Opfer seien ertrunken oder bei Erdrutschen umgekommen, hieß es. Zahlreiche Rettungskräfte seien im Einsatz, um Eingeschlossene in Sicherheit zu bringen. 

Seit Beginn der Monsunsaison im Juni sind in Indien schon mehr als 1000 Menschen in Folge von Überschwemmungen ums Leben gekommen. Die Regenzeit dauert gewöhnlich bis September.

as/fab (dpa, afp, ape)

Audio und Video zum Thema