Immer mehr ausländische Hochschulabsolventen | Deutschlehrer-Info | DW | 20.09.2013
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Deutschlehrer-Info

Immer mehr ausländische Hochschulabsolventen

Fast jeder zehnte Absolvent an deutschen Hochschulen hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die meisten von ihnen besitzen einen chinesischen Pass. Besonders beliebt sind Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften.

Im Jahr 2012 erwarben 413.338 Absolventinnen und Absolventen einen Abschluss an deutschen Hochschulen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Damit hat sich die Zahl der Hochschulabsolventen/-innen innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt: Im Jahr 2002 hatten 208.606 Absolventen ein Studium abgeschlossen.

Dieser Anstieg lässt sich zum einen durch eine höhere Anzahl von Studienanfängern erklären, zum anderen aber ist er maßgeblich durch die Umstellung auf ein gestuftes Studiensystem beeinflusst. Viele Studierende schließen zuerst ein Bachelor- und anschließend ein Masterstudium ab. Insgesamt erhöht sich die Anzahl der Abschlüsse daher deutlich.

In noch stärkerem Umfang ist die Anzahl ausländischer Hochschulabsolventen gestiegen. Waren es 2005 noch gut 15.000, hatten im vergangenen Jahr fast 40.000 Absolventen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die meisten von ihnen besaßen einen chinesischen Pass (12,4 Prozent). Es folgten türkische (7,5 Prozent) und russische (5,6 Prozent) Absolventen/-innen.

Besonders beliebt war sowohl bei ausländischen als auch bei deutschen Absolventen die Fachrichtung Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Während bei deutschen Absolventen allerdings Sprach- und Kulturwissenschaften an zweiter Stelle standen, waren bei ausländischen Absolventen auch die Ingenieurswissenschaften sehr gefragt.

Die meisten Absolventen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hatte die Universität München. Hier schlossen im Jahr 2012 über 1200 von ihnen ihr Studium ab.

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