Im Südsudan sollen die Waffen schweigen | Aktuell Afrika | DW | 21.12.2017
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Afrika

Im Südsudan sollen die Waffen schweigen

In dem seit Jahren andauernden Konflikt im Südsudan haben sich die Regierung und die wichtigsten Rebellengruppen auf eine Waffenruhe geeinigt. Ein Zeichen der Hoffnung für Afrikas jüngsten Staat.

Das Ergebnis der Verhandlungen teilte der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, in Addis Abeba mit. Er nannte die Vereinbarung einen "ersten ermutigenden Schritt", der ein "Hoffnungsschimmer" für die Menschen im Südsudan sei.

Die USA bezeichneten die Vereinbarung als "letzte Chance für die Umsetzung des Friedensprozesses". Die Regierung des Südsudan steht unter massivem Druck, den Bürgerkrieg zu beenden, da die USA und andere Staaten bereits weiteren Sanktionen angedroht hatten.

"Geschenk für die Menschen"

Die Waffenruhe sei ein Geschenk an die Menschen im Südsudan, sagte Äthiopiens Außenministerin Workineh Gebeyehu bei der Unterzeichnungszeremonie. Aber die Erfahrung habe gezeigt, dass die Umsetzung langwierig und schwierig werde.

Das Abkommen verpflichtet beide Kriegsparteien, Kriegsgefangene, politische Gefangene, entführte Frauen und Kinder freizulassen. Die Vereinbarung kam in viertägigen Verhandlungen unter der Vermittlung der Regionalorganisation Igad zustande. Die Waffenruhe soll ab kommenden Sonntag um 1 Uhr Ortszeit gelten.

Äthiopien Friedensgespräche Süd Sudan (picture alliance/dpa/abacaM. W. Hailu)

In Äthiopien wurde eine Waffenruhe für den Südsudan vereinbart

In dem Konflikt stehen sich vor allem der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein einstiger Stellvertreter Riek Machar gegenüber. Machar führt die größte Oppositionsbewegung in dem Land an. Der Südsudan hatte im Sommer 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begannen die bewaffneten Auseinandersetzungen. Seitdem wurden zehntausende Menschen getötet und vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

Es gab bereits mehrere Anläufe für eine Beendigung des Konflikts. Ein Friedensabkommen von August 2015 wurde durch schwere Gefechte zwischen den Truppen Kiirs und Machars im Juli 2016 in der Hauptstadt Juba zunichte gemacht.

cgn/rb (afp, ap)