Im Gegenlicht - Wie Städte sich vom Krieg erholen | TV | DW | 11.01.2018
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Im Gegenlicht - Wie Städte sich vom Krieg erholen

Kigali, Sarajevo, Beirut und Medellín - vier Städte, die lange Jahre des Krieges erlebt haben. Wie haben sie sich von unermesslichem menschlichem Leid und Zerstörung erholt?

Der Prozess hin zum Frieden bedeutet, dass die Vergangenheit überwunden werden muss und frühere Feinde sich versöhnen. Das ist kein leichtes Unterfangen, aber die Dokumentation zeigt, dass es möglich ist.

Menschen, die versuchen, sich vor Scharfschützen zu retten, dauerhafter Beschuss durch serbische Artillerie - das sind die Bilder, die aus Sarajevo in Erinnerung bleiben. Die Hauptstadt Bosniens-Herzegowinas war die am längsten belagerte Stadt des 20.Jahrhunderts.

Fast vier Jahre lang, von April 1992 bis Februar 1996 war die Stadt durch die Armee der bosnischen Serben umzingelt - allein in Sarajevo starben 11.000 Menschen. Auf der einen Seite kämpften Bosnier und Kroaten für eine Unabhängigkeit Bosnien-Herzegowinas von Restjugoslawien, die bosnischen Serben lehnten sie ab. Sarajevo wurde zu einem der düstersten Symbole der Balkankriege.

Noch heute sind die Kriegsnarben zu spüren: Häuserfassaden zeugen von Granateinschlägen und auch das Zusammenleben von mehrheitlich muslimischen Bosniern, der kroatischen Minderheit und bosnischen Serben im Balkanstaat, der heute in zwei Teilrepubliken gespalten ist, ist noch immer von Spannungen geprägt. Die meisten Serben haben Sarajevo verlassen. Arbeitslosigkeit, Korruption und Armut überschatten den brüchigen Frieden.

Flash-Galerie Ruanda Versöhnung Bild 5 (James Nzibavuga)

Ganz anders Kigali in Ruanda. Nach dem Genozid von April bis Juli 1994 setzte die Regierung alles daran, die Verbrechen aufzuarbeiten und eine Versöhnung zwischen den Ethnien der Hutu und Tutsi zu erreichen. Heute ist das kleine afrikanische Land eines der sichersten auf dem Kontinent und boomt auch wirtschaftlich.
 

Auch Beirut, wo von 1975 bis 1990 ein Bürgerkrieg zwischen den unterschiedlichen religiösen Gruppen im multireligiösen Libanon tobte, ist heute wieder eine lebensbejahende Stadt. Die zerstörten Gebäude sind originalgetrau wieder aufgebaut, Handel, Tourismus, Finanzwesen und Nachtleben boomen in der Stadt, die als wichtiges Zentrum im Nahen Osten gilt.

In Medellín, einst die gefährlichste Stadt der Welt, in der in den 1980er und 1990er Jahren ein erbitterter Krieg der Drogenkartelle tobte, ist heute eine hippe Metropole in Kolumbien. Die Dokumentation fängt das Lebensgefühl der vier Städte ein - und begleitet junge, kreative Menschen, die sich für Frieden, Toleranz und Versöhnung engagieren - jeden Tag.

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