IDV: „Wir wollen Lehrerinnen und Lehrer unterstützen“ | Deutschlehrer-Info | DW | 06.06.2019
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Deutschlehrer-Info

IDV: „Wir wollen Lehrerinnen und Lehrer unterstützen“

Deutschlehrer im Ausland – das kann eine einsame Arbeit sein. Der Internationale Deutschlehrerverband will dieses Gefühl gar nicht erst aufkommen lassen. Im Gespräch mit der DW erzählt der Vorstand, was er dafür tut.

Audio anhören 14:45

Der IDV-Vorstand im DW-Studiogespräch

„Die Deutschlehrer sollen das Gefühl haben, dass sie von einem Netz aufgefangen werden“, sagt Puneet Kaur, die Generalsekretärin des Internationalen Deutschlehrerverbands (IDV) im Studiogespräch mit der DW. Anlässlich des Global Media Forums war der fünfköpfige Vorstand auf Einladung der DW Bildungsprogramme zu Gast in Bonn. Während des Besuchs sprachen die Vorstandsmitglieder mit der DW über ihre Arbeit (siehe Audio).

Damit sich auch alle knapp 250.000 Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, die der IDV weltweit in 85 Ländern unterstützt, aufgehoben fühlen, hat sich der Vorstand des IDV einige Regeln gesetzt. Beispielsweise wird auf E-Mails immer nach spätestens drei Tagen geantwortet: „Wenn uns irgendwo auf der Welt ein Lehrer oder eine Lehrerin schreibt, dann hat er oder sie ein Problem. Wenn wir dann eine Woche oder länger nicht reagieren, fühlen sie sich allein gelassen“, erklärt Puneet Kaur.

Der Vorstand des IDV arbeitet ehrenamtlich. Die meiste Arbeit erledige man sonntags, so Kaur: „Wir sagen immer, wir sind die Sonntagsgemeinde.“ Zusätzlich reisen die fünf viel um die Welt, sei es zu den Internationalen Deutschlehrertagungen oder zu den Regionaltagungen, wo sie auch persönlich mit den IDV-Mitgliedern ins Gespräch kommen.

Der IDV zu Gast bei der DW (DW)

Der Vorstand des IDV während seines Besuchs des Global Media Forums

Die Vernetzung im IDV bedeutet auch Freundschaft

Vor allem die Treffen vor Ort seien für die Lehrerinnen und Lehrer in den verschiedenen Ländern der Welt sehr wichtig, erklärt Vorstandsmitglied Benjamin Hedzic: „Viele Deutschlehrer arbeiten alleine für sich in einer Schule. Deswegen sollte man diese Komponente der Freundschaft, die der IDV bietet, nicht unterschätzen.“

Gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen die deutsche Sprache stehe, sei eine enge Vernetzung wichtig, so Präsidentin Marianne Hepp. „Sprache lernen ist Leben lernen“, sagt sie. Diese Erfahrung sollen auch in Zukunft viele Schülerinnen und Schüler auf der Welt mit Deutsch machen. Deswegen werden die fünf IDV-Vorsitzenden sich wohl auch in Zukunft immer wieder sonntags hinsetzen und Mails beantworten.

Sie wollen noch mehr über die Arbeit des IDV und seine Herausforderungen erfahren, dann hören Sie rein in unser Audio (siehe oben).

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