Hunderte demonstrieren in Cottbus für friedliches Miteinander | Aktuell Deutschland | DW | 03.02.2018
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Hunderte demonstrieren in Cottbus für friedliches Miteinander

Nach Ausschreitungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen haben in Cottbus Hunderte für Weltoffenheit demonstriert. Eine Gegendemo, die die deutsche Flüchtlingspolitik kritisierte, fand dagegen deutlich mehr Zulauf.

Hunderte Menschen, unter ihnen viele Flüchtlinge, haben im brandenburgischen Cottbus für ein friedliches Miteinander demonstriert. Unter dem Motto "Leben ohne Hass" zog die Menge mit bunten Luftballons und Blumen durch die Innenstadt. Zu den Aktionen aufgerufen hatte das Aktionsbündnis Brandenburg. Die Polizei machte keine Angaben zur Zahl der Teilnehmer, das Bündnis Cottbus Nazifrei, das die Demonstration unterstützte, sprach von etwa 2000 Teilnehmern.

Deutschland Demo des Vereins Zukunft Heimat e.V. in Cottbus (Getty Images/C. Koall)

Mit einer Gegendemo machten Regierungskritiker ihrem Unmut Luft

Gleichzeit fand eine Gegenveranstaltung des fremdenfeindlichen Vereins "Zukunft Heimat" statt.

Nach Schätzungen von Beobachtern nahmen mehr als 2000 Menschen teil. Das Bündnis "Zukunft Heimat", das Brandenburgs Verfassungsschützer als "asylkritische Initiative" einstufen, sprach von mindestens 5000 Teilnehmern, die ebenfalls durch die Innenstadt von Cottbus zogen.

Die Polizei nennt bei Demonstrationen in der Region generell keine Teilnehmerzahlen. Bei beiden Veranstaltungen sei die Lage "ruhig und entspannt" geblieben, sagte eine Polizeisprecherin. Später erklärten die Beamten, alle angemeldeten Demonstrationen seien "störungsfrei" verlaufen.

Zuletzt war es geballt zu Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der 100.000-Einwohner-Stadt gekommen. So hatten unter anderem jugendliche Syrer ein Ehepaar vor einem Einkaufszentrum attackiert. Zum Jahreswechsel hatten Unbekannte Flüchtlinge in ihrer Unterkunft angegriffen. Die Stadt nimmt momentan keine weiteren Migranten auf. Sozialarbeiter und mehr Polizeipräsenz sollen die Lage entspannen.

uh/sam (dpa, afp)