Hunde erschnüffeln Krebs – mit erstaunlicher Trefferquote | Wissen & Umwelt | DW | 09.04.2019
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Tierische Spezialisten

Hunde erschnüffeln Krebs – mit erstaunlicher Trefferquote

Dass Hunde Krebs riechen können, ist an sich nicht neu. Neu ist allerdings die Genauigkeit des tierischen Krebs-Detektors: Laut einer amerikanischen Studie liegt die bei 97 Prozent.

Im Vergleich zum Hund ist der menschliche Geruchssinn erbärmlich: Die Tiere riechen 10.000 bis 100.000 mal besser als wir. Sie können nicht nur Drogen und Sprengstoff erschnüffeln, sondern auch Krebs. Allerdings ließ bei bisherigen Studien die Treffsicherheit der Tiere etwas zu wünschen übrig.

Mehr dazu: Hundenase gegen Maschine bei der Krebserkennung

Eine neue amerikanische Studie überrascht nun allerdings mit einer erstaunlich hohen Trefferquote. Drei Beagles sollen demnach zu 96,7 Prozent Lungenkrebs in Blutproben identifiziert haben. Die gesunden Kontrollproben detektierten die Tiere in 97,5 Prozent der Fälle. Nur der vierte Hund im Bunde, Snuggles, hatte überhaupt keine Lust auf den Job.

Heather Junqueira, leitende Wissenschaftlerin eines Unternehmens für Forschung und Produktentwicklung, BioScentDx, hat die Studie durchgeführt und ist trotzdem begeistert von der Leistung der Beagles. "Unsere Arbeit bereitet den Weg für zwei mögliche Forschungsrichtungen, die zu neuen Verfahren der Krebserkennung führen können."

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Fünf Hunde auf der Kinderstation

Die eine Möglichkeit: Hunde bekämen auch im medizinischen Alltag den Auftrag, Patienten auf Krebs hin zu untersuchen. Außerdem könne die Forschung nach den biologischen Komponenten suchen, die die Hunde im Blut krebskranker Menschen detektieren können, um Tests zu entwickeln, die ebenfalls nach diesen Komponenten fahnden, so Junqueira.

BioScentDx hat bereits im November eine Brustkrebs-Studie gestartet. In diesem Fall sollen die Hunde am Atem der Probanden erkennen können, ob eine Erkrankung vorliegt. Vielleicht möchte Snuggles dieses Mal ja auch mitmachen.

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