Honda schließt Werk in Großbritannien | Aktuell Europa | DW | 19.02.2019
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Automobilindustrie

Honda schließt Werk in Großbritannien

Die Honda-Fabrik im südenglischen Swindon ist die einzige Produktionsstätte des japanischen Autobauers in Europa. 2021 soll die Arbeit eingestellt werden. 3500 Beschäftigte sind davon betroffen.

Honda Werk in Swindon England (picture-alliance/dpa/F. Augstein)

Honda wird es im englischen Swindon ab 2021 nicht mehr geben

Die Entscheidung Hondas hänge nicht mit dem Brexit zusammen, versicherte der Generaldirektor von Honda Tahakiro Hachigo auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Hachigo betonte, Honda würde die Produktion an die gestiegene Nachfrage in Asien und Nordamerika anpassen. Es gehe um eine Umstrukturierung des globalen Fertigungsnetzwerkes, um sich verstärkt auf Elektroautos zu konzentrieren. So schrieb auch Katsushi Inoue Hondas Geschäftsführer in Europa in einem Bericht: "In Anbetracht der beispiellosen Veränderungen, die sich auf unser Unternehmen auswirken, ist es wichtig, dass wir unsere globalen Aktivitäten entsprechend umstrukturieren."

In Swindon wird seit 24 Jahren das Honda-Modell Civic produziert. 150.000 Autos werden dort jährlich produziert. Das Unternehmen kündigte an, auch seine Aktivitäten in der Türkei anzupassen. Jährlich werden dort 38.000 Limousinen gefertigt.

Honda ist damit ein weiteres japanisches Unternehmen, das die Geschäfte in Großbritannien zurückfährt. Anfang Februar hatte Nissan mitgeteilt, die nächste Generation seines SUV-Modells X-Trail für den europäischen Markt werde in Japan statt in England gebaut. Man wolle die Produktion des X-Trails im Werk in Kyushu zusammenführen, hieß es.

Unsicherheiten

Als einen Grund für die Schließung hatte der japanische Autobauer Nissan Unsicherheiten hinsichtlich des Brexits angegeben. Zuvor hatte der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern Airbus "sehr schmerzhafte" Entscheidungen für den Fall eines britischen EU-Austritts ohne Abkommen angekündigt. Der japanische Elektronikriese Sony will seinen Europasitz von Großbritannien in die Niederlande verlegen.

Der für Ende März geplante Brexit sorgt in der Wirtschaft für große Verunsicherung. Nach wie vor ist unklar, ob die Trennung chaotisch erfolgen wird oder ob es in Großbritannien doch noch eine parlamentarische Mehrheit für einen Austrittsvertrag mit der EU geben wird.

wa/cw (afp, ap, dpa, rtr)

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