Himalaya-Expedition endet tödlich | Aktuell Asien | DW | 13.10.2018
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Nepal

Himalaya-Expedition endet tödlich

Südkoreanische Bergsteiger und nepalesische Bergführer wollten den 7193 Meter hohen Mount Gurja im Annapurna-Massiv besteigen. Ein Schneesturm setzte der Expedition ein tragisches Ende.

Nepal Gurja-Gipfel (Imago/K. Horstmann)

Erstmals wurde der Mount Gurja im nepalesischen Himalaya 1969 von einem japanischen Team bestiegen

Das südkoreanische Außenministerium meldete den Tod aller neun Expeditionsmitglieder, die die Bergung der Leichen hat begonnen. 

Die fünf südkoreanischen Bergsteiger und ihre vier nepalesischen Führer hatten im 3500 Meter hohen Basislager gezeltet und auf besseres Wetter für ihren Aufstieg gewartet. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums hatten Sturmböen sie im Basislager überrascht. "Sie wurden über eine Klippe geweht und starben." Ein Hubschrauber konnte oberhalb des Lagers landen, der Pilot berichtete, sämtliche Zelte seien weggeweht worden, er habe einige der Leichen in einem 500 Meter entfernten Flussbett entdeckt. Wegen des anhaltend schlechten Wetters musste er die Mission abbrechen, die Leichen sollen nun am Sonntag geborgen werden. Ein Team der Polizei hat sich nach Angaben eines Sprechers zu Fuß zum Basislager aufgemacht.

Nur wenige haben den Gipfel bisher erreicht

Der 7193 Meter hohe Mount Gurja liegt im Annapurna-Massiv 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu, in der Nähe des siebthöchsten Berges der Welt, dem 8167 Meter hohen Dhaulagiri. Er wurde seit 22 Jahren nicht mehr bestiegen, und überhaupt haben seit der Erstbesteigung 1969 durch eine japanische Expedition nur wenige den Gipfel erreicht. Die Koreaner hatten offenbar geplant, eine bisher noch nie genutzte Route zu erschließen.

ehl/qu (dpa, ap, afp)

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