Highspeed Internet aus dem All | DokFilm | DW | 22.10.2020
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DokFilm

Highspeed Internet aus dem All

Aus dem Orbit lässt sich der ganze Globus mit schnellem Internet abdecken. Neu entwickelte Mini-Satelliten sowie leistungsstarke Antennen und Signalverarbeitungschips machen es möglich.

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Die digitale Revolution hat die Art wie wir leben und arbeiten radikal verändert. Doch noch immer sind mehr als drei Milliarden Menschen offline. Wie bei jeder Infrastruktur erreichen die schnellen Datenverbindungen zunächst städtische Zentren. Menschen, die auf dem Land leben, selbst in reichen Industrieländern, müssen oft ohne große Bandbreite auskommen. Nun liefern sich gleich mehrere Konsortien ein Wettrennen, diese Versorgungslücke mithilfe von hunderten Mini-Satelliten im erdnahen Orbit zu überwinden. Die Idee ist nicht ganz neu: Vor 25 Jahren scheiterten bereits andere an ihren hochgesteckten Ambitionen und den technischen Möglichkeiten. Die hohen Satellitenstückzahlen lassen sich erst jetzt durch Automatisierung und Massenproduktion schnell und günstig herstellen. Im Februar 2019 hat das Konsortium "OneWeb" die ersten sechs 150 Kilogramm schweren Satelliten in einen erdnahen Orbit geschossen. Dabei müssen die Satelliten auf ihrem Weg zu ihrer endgültigen Umlaufbahn in 1.200 Kilometern Höhe eine dichte Wolke aus GPS- und Erdbeobachtungssatelliten sowie dem Weltraummüll der vergangenen 60 Jahre durchqueren. Kollisionen sind ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Und hunderte weitere Mini-Satelliten im All bedeuten für die Zukunft: noch mehr Weltraumschrott. Über den Globus verteilt müssen einige Dutzend Bodenstationen aufgebaut werden, die den Satellitenschwarm im Orbit mit Internetdaten versorgen und Datenpakete aus dem All auffangen können. Dazu ist eine ausgeklügelte Antennentechnologie nötig, die es in ausreichender Stückzahl heute noch gar nicht gibt. Von den schwierigen regulatorischen Herausforderungen für Internetprovider in über 200 Staaten und Territorien ganz zu schweigen.