Heimspielverbot für iranische Fußballklubs | Sport | DW | 17.01.2020
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Fußball im Iran

Heimspielverbot für iranische Fußballklubs

Irans Fußball-Spitzenvereine müssen ihre Heimspiele in der asiatischen Champions League vorerst auf neutralem Boden ausrichten. Was das für die Nationalelf heißt, ist unklar.

Jordanien Fussballspiel Iran - Irak in Amman (ISNA)

Schwere Zeiten: Auch die iranischen Fußballer leiden unter der aktuellen politischen Krise

Die Sicherheitslage im Iran hat zunehmend Auswirkungen auf den Fußballbetrieb: Die iranischen Fußballklubs müssen ihre Heimspiele in der asiatischen Champions League auf neutralem Boden austragen. Das teilte der iranische Verband am Freitagabend mit. Demnach habe man einen entsprechenden Brief des asiatischen Verbands AFC erhalten.

Klubchef droht mit Boykott der Champions League

Ein Sondertreffen zwischen dem Verband und den betroffenen Klubs Persepolis, Esteghlal, Sepahan und Shahr Khodro sei am Samstag angesetzt worden. In "den kommenden Tagen" werde dann die offizielle Position bekannt gegeben. Ein iranischer Verbandssprecher erklärte, das Land sei für die Gastspiele ausländischer Teams vorbereitet und habe der AFC auch Sicherheitsgarantien gegeben. Als Reaktion erwägen die Teams nun einen Boykott des Wettbewerbs. "Da diese Entscheidung definitiv politisch ist, werden wir zumindest unsere Heimspiele nicht auf neutralem Boden bestreiten und nehmen im Notfall gar nicht teil", sagte Esteghlal Manager Ismaeil Chalisadeh. "Das ist eine politische Entscheidung der AFC, die wir nicht hinnehmen werden, weil der Iran ein sicheres Land ist", sagte Persepolis Vorstandschef Mohammed-Hassan Ansarifard der Nachrichtenagentur ISNA.

Iran Olympiaauswahl Fußball 2020 (farsnews.com)

Irans Olympiaauswahl: unbeschwerte Vorbereitung aufs olympische Turnier?

Anfang Januar waren die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch die USA beschoss der Iran US-Stützpunkte im Irak. Zudem gab der Iran den versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs zu, bei dem 176 Menschen starben. Anschließend hatte es tagelange Proteste in Teheran gegeben.

Auswirkungen auf Nationalelf unklar

Ob auch die Heimspiele der Nationalmannschaft betroffen sind, war zunächst nicht klar. Das nächste Heimspiel des Iran ist in der Qualifikationsrunde für die WM 2022 am 26. März gegen Hongkong terminiert.

jw/jk (mit sid, dpa)

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