Harvey Weinstein soll sich an Minderjähriger vergangen haben | Aktuell Amerika | DW | 01.11.2018
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#MeToo

Harvey Weinstein soll sich an Minderjähriger vergangen haben

In den USA sind neue Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein bekannt geworden. Er soll 2002 eine damals Minderjährige zu sexuellen Handlungen gezwungen haben.

Eine aus Polen stammende Frau wirft Harvey Weinstein einen sexuellen Angriff im Jahr 2002 vor, als sie erst 16 Jahre alt war. In einem am Mittwoch zu einer Zivilklage mutmaßlicher Weinstein-Opfer in New York hinzugefügten Dokument erklärt die Frau, den Filmproduzenten damals bei einer Veranstaltung ihrer Modelagentur in New York kennengelernt zu haben.

Sex gegen Rolle in einem Film

Weinstein habe sie kurz darauf zum Mittagessen eingeladen. Sein Fahrer habe die beiden dann aber nicht in einem Restaurant, sondern in Weinsteins Wohnung im Stadtteil Soho abgesetzt. Dort habe der Filmproduzent zunächst "aggressiv und bedrohend" Sex von ihr verlangt und sie dann gezwungen, seine Genitalien zu berühren. In den folgenden Jahren habe Weinstein sie weiterhin belästigt. Er habe ihr versprochen, ihr zu einer Filmrolle zu verhelfen, dies aber nicht getan, weil sie seinen sexuellen Forderungen nicht nachgegeben habe.

Vorwurf zurückgewiesen

Der Anwalt des früheren Filmmoguls wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Die Behauptung ist absurd", sagte Ben Brafman dem Branchenblatt "Variety". Die Vorwürfe würden sich als "offenkundig falsch" herausstellen - so wie es schon bei anderen Frauen der Fall gewesen sei, die sich als "Lügnerinnen" erwiesen hätten.

Symbolbild Bildkombi Opfer sexuelle Belästigung Harvey Weinstein (getty images / picture-alliance)

Viele US-Schauspielerinnen haben Vorwürfe gegen Weinstein erhoben und damit die #MeToo-Bewegung ausgelöst

Die ersten Vorwürfe sexueller Übergriffe und Gewalt gegen Weinstein waren vor einem Jahr laut geworden. Seither warfen ihm mehr als hundert Frauen derartige Taten vor, darunter Stars wie Salma Hayek, Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow. Der Hashtag #MeToo wurde in diesem Zusammenhang zum Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt.

In New York muss sich der gestürzte Mogul in einem Strafprozess wegen Vergewaltigung verantworten. Der 66-Jährige hat in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt, aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex wiederholt zurückgewiesen.

as/ww (afp, dpa)

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