Hamilton holt Pole Position in Le Castellet | Sport | DW | 23.06.2018
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Formel 1

Hamilton holt Pole Position in Le Castellet

Weltmeister Lewis Hamilton startet beim Großen Preis von Frankreich am Sonntag von der Pole Position. Der WM-Führende Sebastian Vettel muss sich mit Startplatz drei begnügen.

Weltmeister Lewis Hamilton geht beim Großen Preis von Frankreich mit einem großen Vorteil ins Duell mit Ferrari-Star Sebastian Vettel. Der Brite sicherte sich im Qualifying am Samstag die 75. Pole Position seiner Karriere und hat beste Aussichten auf einen Erfolg im Rennen am Sonntag. Die Startaufstellung auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet gilt als richtungsweisend, die Strecke bietet vergleichsweise wenige Möglichkeiten zum Überholen.

Hamilton (1:30,029 Minuten) führt die silberne erste Startreihe vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas aus Finnland an. Vettel, der als WM-Spitzenreiter nur einen Punkt Vorsprung auf Hamilton hat, startet vom dritten Platz. Hinter dem viermaligen Weltmeister aus Heppenheim ordneten sich die Red Bulls mit Max Verstappen (Niederlande) und Daniel Ricciardo (Australien) ein. "Ich war zuversichtlich, dass ich mich im letzten Versuch noch einmal steigern kann. Aber ich denke, wir können zufrieden sein. Wir haben ein gutes Auto", sagte Vettel. Nico Hülkenberg (Emmerich) startet das Heimrennen seines Renault-Teams vom zwölften Platz. Herausragend präsentierte sich Charles Leclerc (Monaco) als Achter im Sauber. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien, der am vergangenen Wochenende die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte, musste mit dem Aus in Q1 abermals ein demütigendes Ergebnis im schwachen McLaren hinnehmen.

Regen sorgt für Unterbrechung

Das Weltmeister-Team Mercedes bestätigte dagegen die guten Eindrücke vom Freitag. Das Motoren-Upgrade, das die Silberpfeile in Frankreich einsetzen, funktioniert offenbar bestens. Die neue Ausbaustufe soll beständiger und leistungsstärker sein und sogar eine Verbesserung des ursprünglich für Kanada geplanten Upgrades darstellen. "Ich bin zufrieden mit den Verbesserungen. Der einzige Grund für unser Ergebnis sind sie aber nicht", sagte Hamilton. Die Teams nahmen das Qualifying nahezu ohne frische Daten aus dem dritten freien Training in Angriff. Wegen eines Wolkenbruchs hatten Vettel und Co. den Großteil der einstündigen Session außerhalb ihrer Boliden in der Box verbracht. Alle 20 Piloten absolvierten insgesamt gerade einmal 68 Runden. 

Frankreich Motorsport Formel 1 Castellet Qualifying (Getty Images/AFP/G. Julien)

Sebastian Vettel fuhr mit seinem Ferrari die drittbeste Zeit

Eine Besserung des Wetters für den Kampf um die Pole Position war zunächst nicht erwartet worden - im Gegenteil. "Für die Mitte des Qualifyings sind schwere Gewitter angekündigt", hatte Formel-1-Geschäftsführer Ross Brawn bei Sky Sports gesagt. Die schlechten Vorhersagen trafen jedoch nicht ein. Zwar fielen vereinzelt Regentropfen aus dem grauen Wolkenband, einen größeren Einfluss auf das Ergebnis nahmen die äußeren Bedingungen aber nicht. Eine Unterbrechung in Q3 wurde durch einen Crash des Franzosen Romain Grosjean (Haas) ausgelöst, der frontal in die Bande krachte. Er blieb unverletzt. Hamilton hat am Sonntag die Möglichkeit, nach der langen Frankreich-Pause die Siegerliste des traditionsreichen Grand Prix zu verlängern. Die Formel 1 gibt nach zehn Jahren Abwesenheit ihr Comeback in der Grande Nation. In Le Castellet wurde zuletzt 1990 gefahren.