Haftstrafe für Hongkongs Ex-Verwaltungschef Tsang bestätigt | Aktuell Asien | DW | 20.07.2018
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Justiz

Haftstrafe für Hongkongs Ex-Verwaltungschef Tsang bestätigt

Der ehemalige Hongkonger Chefsekretär Donald Tsang muss wegen Korruption ins Gefängnis. Das Berufungsgericht begründete sein Urteil damit, dass Tsangs Fehlverhalten "besonders gravierend" gewesen sei.

Hong Kong Donald Tsang und seine Frau Selina auf dem Weg zum Gericht (Reuters/B. Yip)

Donald Tsang und seine Frau Selina auf dem Weg zum Gericht

Das Gericht hob zwar hervor, wie schwerwiegend Tsangs Vergehen aufgrund seiner einst hervorgehobenen Stellung seien und wie viel Schaden er hinsichtlich des Vertrauens der Bevölkerung in die Arbeit der Regierung verursacht habe. Dennoch verringerte es letzten Endes die im vergangenen Jahr verhängte Haftstrafe von 20 auf zwölf Monate.

Während des Berufungsverfahrens, das 2017 begann, war Tsang gegen Kaution auf freiem Fuß. Zuvor hatte er bereits zwei Monate im Gefängnis abgesessen. Nach der Verkündung des Berufungsurteils musste Tsang wegen Unwohlseins ins Krankenhaus gebracht werden.

Krumme Geschäfte mit Industriemagnaten

Der 73-Jährige ist der ranghöchste Vertreter Hongkongs, der sich bislang wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten musste. Er war von 2005 bis 2012 Verwaltungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone.

Tsang wurde vorgeworfen, in dieser Zeit Gefälligkeiten von Industriemagnaten angenommen zu haben. Er war für schuldig befunden worden, eine Luxuswohnung im südchinesischen Shenzhen von einem Investor angemietet zu haben, der sich in Hongkong um Rundfunk-Lizenzen der Regierung bemühte.

ie/jj (afp, rtr)

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