Hacker veröffentlichen Daten von geflüchteten Nordkoreanern | TV-Empfang in Asien: Deutsche Welle bei lokalen TV-Anbietern | DW | 28.12.2018
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Südkorea

Hacker veröffentlichen Daten von geflüchteten Nordkoreanern

Nach einem Hackerangriff sind die persönlichen Daten von fast 1000 nach Südkorea geflüchteten Nordkoreanern an die Öffentlichkeit gelangt. Es soll der erste Hack dieser Größenordnung gewesen sein.

Flagge Fahne Nordkorea (AFP/Getty Images)

Hacker veröffentlichten sensible Daten von Überläufern aus Nordkorea

Nach Angaben der Wiedervereinigungsbehörde in Seoul hatten die Hacker in der vergangenen Woche Zugriff auf die Datenbank einer Flüchtlingsunterkunft gehabt. Dabei seien Namen, Geburtsdaten und Adressen von 997 Überläufern gestohlen worden. Ein Computer der Hana-Agentur war demnach mit einem Schadprogramm infiziert worden, nachdem ein ahnungsloser Mitarbeiter eine Email geöffnet hatte.

Die Hana-Agentur hilft nordkoreanischen Überläufern, in Südkorea Fuß zu fassen. In ganz Südkorea gibt es 25 solcher Agenturen, die die rund 30.000 geflüchteten Nordkoreaner unterstützen.

Es sei das erste Mal, dass personenbezogene Daten in so großem Umfang gestohlen wurden, erklärte die Wiedervereinigungsbehörde. "Wir entschuldigen uns bei den Überläufern aus dem Norden. Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um ihre personenbezogenen Daten zu schützen und eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu verhindern", sagte die Behörde in einer Erklärung. Andere Computer der Agentur sollen nicht betroffen gewesen sein.

Mehrere Cyberattacken in der Vergangenheit

Ein Vertreter der Wiedervereinigungsbehörde wollte sich nicht dazu äußern, ob Nordkorea hinter dem Angriff vermutet wird. Es hieß lediglich, dass die Polizei inzwischen ermittelt.

In der Vergangenheit sollen nordkoreanische Hacker bereits mehrfach Cyberattacken auf südkoreanische Institutionen und Firmen vorgenommen haben. Staatsmedien in Pjöngjang haben diese Angriffe bisher regelmäßig zurückgewiesen.

rk/ww (afp, rtr, dpa)

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