Gruppe von Deutschen hetzt Hunde auf Eritreer | Aktuell Deutschland | DW | 20.04.2018
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Rassismus

Gruppe von Deutschen hetzt Hunde auf Eritreer

In Mecklenburg-Vorpommern soll eine Gruppe von Deutschen ihre Hunde auf vorbeikommende Flüchtlinge aus Eritrea losgelassen haben. Laut Polizei haben sie die Ausländer auch geschlagen und beleidigt.

Die Übergriffe werden aus Friedland im Kreis Mecklenburgische Seenplatte gemeldet. Die Deutschen sollen ihre Hunde auf zwei Flüchtlinge aus Eritrea gehetzt haben. Außerdem sollen aus der Gruppe heraus zwei Tatverdächtige die beiden Opfer mit Faustschlägen auf den Kopf traktiert haben, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilte. Die Afrikaner seien leicht verletzt. Die Attacke sollen die betrunkenen Tatverdächtigen mit ausländerfeindlichen Parolen begleitet haben.

Laut Polizeiangaben sollen sich die sechs Deutschen angeblich allein durch die Anwesenheit der beiden Flüchtlinge provoziert gefühlt haben. Diese seien auf Fahrrädern an der an einem See zechenden Gruppe vorbeigefahren.

Ausländerfeindliche Parolen 

Dabei sollen die Tatverdächtigen zwei Hunde so aufgehetzt haben, dass sie die Radfahrer verfolgten. Drei Männer und eine Frau seien dann selbst hinter den beiden Flüchtlingen hergerannt. Den Flüchtenden sei mehrfach gegen den Kopf geschlagen worden. 

Die Schläger haben laut Ermittlern die Fahrräder der Flüchtlinge in einen Teich geworfen. Der Norddeutsche Rundfunk berichtet, sie hätten auch nach Eintreffen der Polizei noch "Scheiß Ausländer" und "Ihr seid keine Deutschen" in Richtung der Afrikaner gerufen.  

SC/gri (afp, dpa, NDR)