Griechischer Neonazi-Anführer bleibt in Haft | Aktuell Europa | DW | 03.10.2013
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Aktuell Europa

Griechischer Neonazi-Anführer bleibt in Haft

Der Chef der rechtsradikalen griechischen Partei Goldene Morgenröte sitzt nach stundenlanger Anhörung in Untersuchungshaft. Nikolaos Michaloliakos muss sich wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung verantworten.

Das Haftprüfungsverfahren hatte am Mittwochabend begonnen und dauerte die ganze Nacht durch. Nikolaos Michaloliakos (in der Mitte des Artikelbilds) wurde mit Handschellen abgeführt, wie Reporter vor Ort berichteten. Er rief ihnen zu: "Griechenland lebe hoch und die Goldene Morgenröte lebe hoch."

Die Justiz wirft Michaloliakos und 31 anderen führenden Mitgliedern vor, die Neonazi-Partei in eine kriminelle Vereinigung umgewandelt zu haben. Ihnen werden außerdem Totschlag, Erpressung, Sprengstoffanschläge und Geldwäsche zur Last gelegt.

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Untersuchungshaft für Michaloliakos

Justiz greift jetzt durch

Nach dem gewaltsamen Tod eines linksgerichteten Musikers gehen Justiz und Polizei stärker gegen die wachsende Neonazi-Szene in Griechenland vor. Der Rapper Pavlos Fyssas war am 18. September in Piräus von einem Rechtsradikalen niedergestochen worden. Der Mord sorgte landesweit und international für Empörung.

Am Mittwoch waren vier Angehörige der "Goldenen Morgenröte" wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen worden. Der Abgeordnete Giannis Lagos kam in Untersuchungshaft, seine drei Kollegen, darunter Parteisprecher Ilias Kasidiaris, sind gegen Auflagen vorläufig auf freien Fuß. Sie dürfen das Land nicht verlassen. Einer der Freigelassenen musste zudem eine Kaution von 50.000 Euro hinterlegen. Der stellvertretende Chef der Partei soll an diesem Vormittag vor dem Untersuchungsrichter erscheinen.

kle/rb (afp, dpa)

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