Griechenland sagt Neonazis den Kampf an | Aktuell Europa | DW | 19.09.2013
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Aktuell Europa

Griechenland sagt Neonazis den Kampf an

Nach dem Mord an dem linken Aktivisten Pavlos Fyssas hat Ministerpräsident Antonis Samaras die rechtsextremen Kräfte im Land scharf angegriffen: "Wir werden den Neonazis nicht gestatten, das soziale Leben zu vergiften."

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Brisante Stimmung in Athen

Während der von einem Rechtsradikalen erstochene 34-jährige Rapper bei Piräus beigesetzt wurde, sagte Samaras in seiner Fernsehansprache weiter. "Die Demokratie ist viel stärker, als ihre Feinde es sich vorstellen können." Hunderte wohnten dem Begräbnis des Ermordeten bei.

Dem Mörder, der sein Opfer mit einem Messer erstach, wird eine Verbindung zur neonazistischen Partei "Goldenen Morgenröte" nachgesagt. Die rechtsextreme Partei aber leugnet jede Verstrickung in die Tat. Der 45-jährige, geständige Täter sei kein Mitglied gewesen.

Aus Empörung über den Mord waren am Mittwoch tausende Menschen auf die Straße gegangen. In mehreren Städten war es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Zur gleichen Zeit hatte es landesweite Streiks im öffentlichen Dienst gegeben. Der Protest gegen massiven Stellenabbau der Regierung wurde auch heute fortgesetzt.

Arbeitslosigkeit sinkt unter Rekordhoch

Griechenlands Finanzminister Yannis Stournaras gab unterdessen bekannt, dass die Wirtschaft des krisengeschüttelten Landes im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal gewachsen sei. Dies sei "zum ersten Mal seit Beginn der Krise" der Fall, sagte Stournaras auf einer Konferenz in Athen. Er berief sich auf Schätzungen der Regierung.

Auch der Arbeitsmarkt sendet winzige Lichtblicke: Die Arbeitslosenquote sank im zweiten Quartal auf 27,1 Prozent. Damit bleibt der Wert aber dicht bei der Rekordmarke von 27,4 Prozent aus dem Frühjahr, als der höchste Stand seit Beginn der Quartalserhebung 1998 erreicht wurde. Die Zahl der Beschäftigten in Hotels und Restaurants stieg zum Vorquartal um elf Prozent auf 256.300.

de/wl (dpa/afp/rtr)

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