Glatter Durchmarsch für Rot-Grün in Bremen? | Politik & Gesellschaft | DW | 22.05.2011
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Politik & Gesellschaft

Glatter Durchmarsch für Rot-Grün in Bremen?

Es ist zwar das kleinste deutsche Bundesland - dennoch werden von der Wahl zum Landesparlament in Bremen an diesem Sonntag weitere politische Impulse erwartet. Bremen ist das fünfte Bundesland, in dem 2011 gewählt wird.

Wahlkabine in Bremen (Foto: dpa)

Bremen wählt

Rund 500.000 wahlberechtigte Bremer sind an diesem Sonntag (22.05.2011) zur sogenannten Bürgerschaftswahl aufgerufen. Laut jüngsten Umfragen kann das regierende rot-grüne Bündnis unter SPD-Regierungschef Jens Böhrnsen seine Mehrheit deutlich, möglicherweise sogar auf 60 Prozent ausbauen. Bei der Bürgerschaftswahl 2007 waren beide Parteien zusammen auf 53 Prozent gekommen. Die Grünen dürften erstmals in einem Bundesland die CDU überholen. In einer Erhebung für Infratest-dimap kamen sie vergangene Woche auf 24 Prozent, die CDU auf 20 Prozent.

Absage an grün-schwarzes Bündnis

Nach dieser Befragung wäre sogar ein grün-schwarzes Bündnis und damit ein grüner Regierungschef möglich. Die grüne Spitzenkandidatin Karoline Linnert hat allerdings bereits abgewunken und will der SPD treu bleiben. Die FDP wird voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, während die Linkspartei zwar mit Verlusten rechnen muss, aber wohl den Wiedereinzug ins Landesparlament schaffen wird.

Bürgermeister Jens Böhrnsen (Foto: dpa)

Kann wohl weiterregieren: Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD)

Die Abstimmung im traditionell links ausgerichteten kleinsten deutschen Bundesland spiegelt nach Ansicht von Wahlforschern kaum bundesweite Trends. Für die 16- und 17-Jährigen gibt es bei der Abstimmung einer Premiere: Sie dürfen bundesweit erstmals an einer Landtagswahl teilnehmen. Nach Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist Bremen das fünfte Bundesland, in dem 2011 gewählt wird.

Premiere für 16-Jährige

Das Wahlsystem im Freistaat ist kompliziert. Jeder Wähler kann fünf Stimmen auf Kandidaten und Parteien verteilen. Mit einem vorläufigen amtlichen Endergebnis wird daher erst einige Tage nach der Stimmabgabe gerechnet.

Autor: Marko Langer (mit dpa, rtr)
Redaktion: Rolf Breuch

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