Gladbach-Spiel fällt ins Wasser | Fußball | DW | 13.09.2016
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Fußball

Gladbach-Spiel fällt ins Wasser

Regen, Blitz und Donner: Die Champions-League-Partie Manchester City gegen Borussia Mönchengladbach wird erst gar nicht angepfiffen. Bei Bayern München avanciert ein Defensivspieler zum Torjäger.

Anthony Tayler hat alles richtig gemacht. Der Profi-Schiedsrichter aus Manchester flog aus der Heimat gen München, um die Champions-League-Partie zwischen Bayern München und FC Rostow zu pfeifen. Und vermutlich, um dem schlechten Wetter zu entkommen. In das geriet nämlich Borussia Mönchengladbach, das bei Manchester City antreten sollte. Regen, Blitz und Donner haben jedoch den Rasen im Stadion durchweicht und zudem noch Straßen und U-Bahn-Stationen in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich wurde das Spiel wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Nun soll einen Tag später die Partie nachgeholt werden.

Mit sieben Teams in der Champions League

Derweil feierte Carlo Ancelotti schon vor dem 5:0 (2:0) gegen FC Rostow einen Champions-League-Rekord: Der neue Bayern-Trainer ist der Einzige, der mit sieben Klubs an der Königsklasse teilgenommen hat. Das Spiel selbst war jedoch nicht berauschend. Der FCB, bei dem Kapitän Philipp Lahm und zunächst Franck Ribery auf der Bank saßen, war gegen den russischen Vertreter hoch überlegen. Bis zu 75 Prozent Ballbesitz zeugten von der Bayern-Dominanz, während der Gegner kaum versuchte, nach vorne zu spielen. "Am Anfang war es schwer", bemerkte Ancelotti nach dem Abpfiff, "aber danach haben wir sehr gut gespielt."

Dass Rostow überhaupt in der Königsklasse antritt, ist überraschend. Vor zwei Jahren war der russische Verein fast insolvent. Zudem wurden Spielergehälter monatelang nicht ausgezahlt. In der Saison darauf aber wurde Rostow Vizemeister - und spielt jetzt gegen Bayern München.

Ein Tor zum Geburtstag

Da den Münchener Spielern in der ersten halben Stunde Ideen fehlten, benötigten sie einen Foulelfmeter, um in Führung zu gehen. Rostows Kapitän Aleksandr Gatskan schob Torjäger Robert Lewandowski im Strafraum nach einer Flanke von Douglas Costa zu Boden (27. Minute). Und der Gefoulte verwandelte selbst zum 1:0 (28.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beschenkte sich Thomas Müller zu seinem 27. Geburtstag selbst - er zog nach einer Flanke direkt flach ab und traf zum 2:0 (42.+2).

Auf der russischen Bank nahmen Spieler und Trainer die Gegentore weitgehend emotionslos hin. Wer tatsächlich dort was zu Sagen hat, ist unklar. In der vergangenen Saison coachte Kurban Berdyjew das Team. Aber vor einem Monat trat er zurück. Nun hat er offziell das Amt des Vizepräsidenten inne, während Dmitrij Kirichenko das Team verantworte. Da dieser aber keine Trainerlizenz hat, ist er nun Co-Trainer und Ivan Daniliants hat die Mannschaft übernommen. Es heißt aber, dass Berdyjew weiterhin die Entscheidungen trifft.

Kimmich mit dem Doppelpack

Sportlich hatte Rostow nicht viel zu bieten. Nach der ersten Ecke der Russen in der 52. Minute konterten die Bayern. Costa schoss den Ball von links flach in den Fünfmeterraum, Arturo Vidal rutschte am Leder vorbei, aber der hinter ihm stehende Joshua Kimmich schob es mühelos zum 3:0 ein (53.). Dass der 1,76 Meter große Kimmich auch Köpfchen hat, bewies der Verteidiger in der 60. Minute, als er nach einer Ecke per Kopfball für das vierte Tor für die Bayern sorgte. Nach dem ersten Länderspieltor und dem ersten Bundesligator nun die ersten beiden Champions-League-Tore für den 21-Jährigen. "Man kommt mit eineam deren Standing als Nationalspieler zurück", erläuterte Kimmich seine neue Rolle im Bayern-Team.

Das schönste Tor aber erzielte Juan Bernat. Der Spanier marschierte in der letzten Minute der regulären Spielzeit durch das gesamte Mittelfeld, legte auf den eingewechselten Ribery auf der linken Seite ab und verwertete im Strafraum dessen flache Hereingabe zum 5:0-Endstand. Fünftes Pflichtspiel für dieden FC Bayern, fünfter Sieg, 20:0 Tore - das ist beeindruckend. Aber die großen Gegner kommen ja noch.


Alle Partien vom Dienstag im Überblick

Paris St. Germain - FC Arsenal 1:1 (1:0)

FC Basel - Ludogorets Razgrad 1:1 (0:1)

Dynamo Kiew - SSC Neapel 1:2 (1:2)

Benfica Lissabon - Besiktas Istanbul 1:1 (1:0)

FC Barcelona - Celtic Glasgow 7:0 (2:0)

PSV Eindhoven - Atlético Madrid 0:1 (0:1)


Haben Sie das Spiel verpasst? Dann erleben Sie die Partie doch noch mal in unserem Liveticker nach

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