Giftige Gase: Malaysia schließt mehr als 100 Schulen | Aktuell Asien | DW | 14.03.2019
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Asien

Giftige Gase: Malaysia schließt mehr als 100 Schulen

Mehrere hundert Menschen, darunter viele Kinder, befinden sich derzeit in ärztlicher Behandlung. Die Betroffenen klagen über Übelkeit und Atemprobleme. Ursache ist vermutlich giftiger Müll aus einem nahe gelegenen Fluss.

Wegen giftiger Dämpfe aus einem verschmutzten Fluss sind im Süden Malaysias 111 Schulen geschlossen worden. Insgesamt mussten bereits mehr als 500 Menschen aus der Umgebung des Kim Kim Flusses im Bundesstaat Johor behandelt werden, neun auf Intensivstationen. Viele klagen über Atemprobleme und Übelkeit, manche fielen in Ohnmacht.  

Malaysia | Giftige Dämpfe aus dem Fluss Kim Kim (Getty Images/AFP/M. Syukri)

Notfallpersonal bei der Vorbereitung der Säuberung des Kim Kim Flusses

Woher der Abfall kommt, konnte zunächst nicht geklärt werden. Der Verdacht richtet sich gegen den Betreiber einer Anlage, in der Autoreifen aufbereitet werden. Es wird vermutet, dass die Dämpfe von giftigem Abfall kommen, der in den Fluss gekippt wurde. Vor ein paar Tagen wurden drei Männer, die giftigen Müll entsorgt haben, festgenommen. Bei einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft.

bag/qu (dpa, afp)