Gerhard Richter verurteilt Ukraine-Krieg | Kunst | DW | 14.04.2022
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Ukraine

Gerhard Richter verurteilt Ukraine-Krieg

Der deutsche Künstler verurteilt den Ukraine-Krieg als "verbrecherisch". Erschütternd finde er, dass Putin bestreite, überhaupt einen Krieg zu führen.

Kunst gegen Krieg: In seiner jüngsten Kunstaktion widmete Gerhard Richter fünf Kunstdrucke seiner berühmten Kerzen-Bilder dem gemeinnützigen Verein "Kunst hilft geben", der sich für die Opfer des Ukraine-Kriegs einsetzt. Die Drucke sind auf den Tag des Kriegsbeginns in der Ukraine datiert - den 24. Februar 2022.

Damit setzt der deutsche Künstler ein Zeichen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Richter, dass man die Bilder als Symbol der Hoffnung oder des Trostes sehen könne. Denn Hoffnung in diesen Zeiten "kann man immer haben", so Richter. Den Krieg in der Ukraine bezeichnet er als "verbrecherisch".

Man sieht ein Bild eines Manschens, im Vordergrund leuchtet eine Kerze.

Gerhard Richter hat schon in der Vergangenheit Bilder für wohltätige Zwecke gespendet. Dieses Kerzen-Bild wurde 2019 gestohlen

"Putin lügt"

Richter glaube nicht, dass der Krieg schon bald vorbei sein wird. Besonders erschütternd finde er, dass
Putin vehement bestreite, überhaupt einen Krieg zu führen. Zivile Opfer laste er den Ukrainern an und sage: "Wir führen keinen Krieg, die anderen bringen sich selber um", so Richter.

Ein Sprecher des Vereins "Kunst hilft geben" teilte mit, dass die Drucke jeweils auf mindestens 30.000 Euro geschätzt würden. Der Erlös sei für Flüchtlinge aus der Ukraine und für Kriegsopfer im Land selber bestimmt.

Ein Mann geht in der Neuen Nationalgalerie an dem Bild Atelier von Gerhard Richter aus dem Jahr 1985 vorbei.

In der Neuen Nationalgalerie in Berlin findet derzeit eine Sonderausstellung zum 90. Geburtstag von Gerhard Richter statt

Gerhard Richter ist nicht der einzige Spender: 44 Künstler und Künstlerinnen haben insgesamt 108 Kunstwerke für den guten Zweck zur Verfügung gestellt - darunter Rosemarie Trockel, Benjamin Katz, Sabine Moritz, Jonathan Meese und Thomas Baumgärtel.

kt/ash/dpa