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Große Erleichterung in Brasilien

Dirk Kaufmann (mit sid, dpa)15. Juni 2013

Rekord-Weltmeister Brasilien gewinnt zum Auftakt des Confed Cups im eigenen Land gegen Japan. Fußballerisch und organisatorisch sind die Gastgeber jedoch noch nicht in WM-Form.

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Brasiliens junger Superstar Neymar (Bildmitte) feiert mit der Mannschaft seinen prächtigen Treffer zum 1:0. Foto: EFE/Sebastiao Moreira
FIFA Confederations Cup 2013 Brasilien Japan FußballBild: picture-alliance/dpa

Das Auftaktspiel des Confederations Cups in Brasiliens Hauptstadt Brasilia hat der Gastgeber gegen Japan mit 3:0 (1:0) gewonnen. Der Confed Cup, den die Titelträger der Kontinentalverbände seit 1997 alle vier Jahre ausspielen, gilt als Generalprobe für die jeweils ein Jahr später stattfindende Weltmeisterschaft.

Während der gesamten Partie im Mané-Garrincha-Stadion waren die Hausherren ihren Konkurrenten technisch und läuferisch überlegen und ließen Asienmeister Japan kaum eine Chance. Die Gastgeber spielten allerdings fantasielos und schlugen vor allem aus ihrer körperlichen Überlegenheit Kapital. In der dritten Minute brachte Brasiliens junger Superstar Neymar sein Team in Führung, als er mit einem prächtigen Distanzschuss Japans Keeper keine Chance ließ.

Die zweite Halbzeit begann genau wie die erste: Kaum waren drei Minuten gespielt, erzielten die Brasilianer einen Treffer - in der 47. Minute erhöhte Paulinho auf 2:0. In der Folge kontrollierten die Hausherren das Spiel und ließen den Japanern kaum Luft, ohne dabei aber spielerisch überzeugen zu können. Den Endstand erzielte Jo in der Nachspielzeit, als er einen Konter zum 3:0 abschloss - direkt nach seinem Tor pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

Ein erfolgreiches Vorbereitungsturnier in diesem Jahr gilt in Brasilien als erster Schritt zur Mission "Titel 2014". Der ungefährdete Sieg gegen Japan sorgte bei den brasilianischen Fans daher für große Erleichterung.

Obwohl Deutschland nicht für das Confed-Turnier qualifiziert ist, standen in Brasilia einige Bundesligaspieler auf dem Platz: Bei den Gastgebern war Luiz Gustavo von Bayern München aufgeboten, sein Münchner Mannschaftskamerad, Verteidiger Dante, saß auf der Bank. Bei den Japanern spielten sechs Bundesligaprofis mit, vier von ihnen standen in der Anfangsformation: Atsito Uchida von Schalke 04, Makoto Hasebe vom VfL Wolfsburg, der Nürnberger Hiroshi Kiyotake sowie Shinji Okazaki vom VfB Stuttgart.

Licht und Schatten ein Jahr vor der WM

Die Generalprobe für das WM-Turnier im nächsten Jahr offenbarte einige Schwachpunkte: So scheint der Ticket-Service nur unzureichend funktioniert zu haben, das Mané-Garrincha-Stadion war nicht ausverkauft. Die Stimmung in der Arena, in der bis zu 71.000 Zuschauer Platz finden können, war für brasilianische Verhältnisse ausgesprochen unterkühlt.

Vor dem Anpfiff der Partie hatte es in Brasilia Proteste gegen das Confed-Turnier und die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gegeben. Die Demonstranten beklagten, dass für die WM und die Olympischen Spiele 2016 Milliarden ausgegeben würden, für Nötiges das Geld aber nicht mehr reiche - Krankenhäuser, Schulen und Universitäten seien in einem desolaten Zustand.

Eine Stunde vor dem Anpfiff hatte der Weltfußballverband FIFA für eine positive Meldung gesorgt. Er habe, so der Verband, alle Akteure des Turniers einem Dopingtest unterzogen und keine Verstöße feststellen können. "In keiner Urin- und Blutprobe wurden verbotene Substanzen gefunden", teilte die FIFA mit.