″Geht nach Hause, Nazis!″ | Aktuell Amerika | DW | 12.08.2018
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USA

"Geht nach Hause, Nazis!"

Zum Jahrestag der Proteste von Charlottesville haben sich in Washington zahlreiche Demonstranten einer verschwindend geringen Zahl an Rechtsextremisten entgegengestellt. Auch US-Präsident Trump fand deutliche Worte.

USA, Washington: Demonstrationen zum Charlottesville-Jahrestag (picture-alliance/T. Katopodis)

Linke Gegendemonstranten in Washington: "Weiße Vorherrschaft ist Terrorismus"

Zu der genehmigten Kundgebung "Vereint die Rechte 2" vor dem Weißen Haus kamen lediglich etwa zwei Dutzend Menschen, wie US-Medien und Augenzeugen berichteten. Die Polizei hatte die Rechtsextremisten zuvor mit einem Großaufgebot von der U-Bahn zum Lafayette Square geleitet.

Sicherheitskräfte riegelten den Kundgebungsort hermetisch ab. Gegendemonstranten an der Absperrung skandierten "Geht nach Hause, Nazis", "Raus aus meiner Stadt" und "Schande, Schande, Schande". Auf Transparenten stand "Stoppt rassistische Angriffe" und "Leistet Widerstand gegen die Rechten". Einige Neonazi-Gegner trugen die typische schwarze Antifa-Kleidung und Gesichtsmasken.

Zu einem Gerangel kam es, als zwei Menschen mit T-Shirts, die sie als Anhänger von US-Präsident Donald Trump kenntlich machten, in die Menge der Gegendemonstranten gerieten. Sie wurden von Demonstranten beschimpft, gestoßen und mit Wasser übergossen. Ordner eskortierten den Mann und die Frau zur Polizei.

USA, Washington: Demonstrationen zum Charlottesville-Jahrestag (picture-alliance/Captital Pictures)

"Geh zur Hölle": Keine Anhängerin des US-Präsidenten

"Kein Platz" für Rassismus

Vor einem Jahr war in Charlottesville (Virginia) am Rande eines rechtsradikalen Aufmarsches unter dem Motto "Vereint die Rechte" eine 32-jährige Gegendemonstrantin getötet worden, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. Der Vorfall damals hatte international für Schlagzeilen gesorgt - auch, weil Präsident Trump anschließend das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte: "Ich denke, dass die Schuld auf beiden Seiten liegt", hatte er damals gesagt. Es habe auf beiden Seiten auch "sehr gute Menschen" gegeben.

Vor dem Jahrestag hatte Trump am Samstag auf Twitter klargestellt, er verurteile "alle Formen von Rassismus und Gewalttaten".

Seine Tochter Ivanka bezog ebenfalls Stellung: Für "weiße Vorherrschaft, Rassismus und Neonazismus" sei in den USA "kein Platz", schrieb sie auf Twitter.

wa/cgn (dpa, afp)

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