Gedenken an Opfer des Columbine-Massakers | Aktuell Amerika | DW | 21.04.2019
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Vereinigte Staaten

Gedenken an Opfer des Columbine-Massakers

Das Massaker an der Columbine Highschool hat sich in das kollektive Gedächtnis der USA eingebrannt. Genau 20 Jahre nach dem Amoklauf wurde an die 13 Opfer erinnert - und an Wunden, die noch immer nicht verheilt sind.

"Die Zeit mag das Trauma mildern, aber die Erinnerungen bleiben", sagte der frühere Rektor der Schule, Ron Mitchell, bei der Zeremonie in Littleton im US-Bundesstaat Colorado. Die Überlebende Mandy Cooke betonte, der Tag des Massakers habe alles verändert. "Als Überlebende haben wir die Kraft und den Mut gefunden, unseren Weg im Leben zu finden, aber das ging nicht ohne Schwierigkeiten. Ich weiß, dass viele von uns wegen dieses schrecklichen Tags noch immer zu kämpfen haben." Cooke unterrichtet heute als Lehrerin an der Schule.

Dem Massaker folgten weitere

Bei dem Massaker am 20. April 1999 hatten zwei Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen und 24 weitere Menschen verletzt. Anschließend töteten die Täter sich selbst. Es war das bis dahin schlimmste Schulmassaker der US-Geschichte, es führte zu einer Debatte über die Waffengesetze in den Vereinigten Staaten. Später folgten aber noch schlimmere Gewalttaten. Erst im vergangenen Jahr hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im Bundesstaat Florida 17 Menschen erschossen.

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Columbine: Das Trauma wirkt bis heute nach

Kurz vor der Gedenkfeier an der Columbine Highschool war diese wieder in die Schlagzeilen geraten. In Colorado musste am Mittwoch Alarm ausgelöst werden, weil eine bewaffnete 18-Jährige mit Gewalt gegen Schulen gedroht hatte. Alle Schulen im Großraum Denver, darunter auch die Columbine High School, wurden geschlossen. Das Mädchen wurde kurz darauf tot aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich selbst getötet hat.

haz/wa (dpa, afp, ap)

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