Gault&Millau zeichnet Sylter Küchen-Duo als ″Koch des Jahres″ aus | DW Reise | DW | 12.11.2018
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Reise

Gault&Millau zeichnet Sylter Küchen-Duo als "Koch des Jahres" aus

Die prestigeträchtige Auszeichnung "Koch des Jahres" vergab der Restaurantführer "Gault&Millau" an die Sylter Köche im Söl'ring Hof. Insgesamt nahmen die Gastrokritiker mehr als 1000 Betriebe unter die Lupe.

Koch des Jahres Johannes King (r) und Jan-Philipp Berner (picture-alliance/dpa/Y. Sol)

Jan-Philipp Berner und Johannes King

Die beiden Köche Jan-Philipp Berner und Johannes King vom "Söl'ring Hof" in Rantum auf Sylt sind vom Restaurantführer "Gault&Millau" als Duo zum "Koch des Jahres" gekürt worden. Die renommierte Auszeichnung erhielten sie für ihre "gemeinsam entwickelte authentisch norddeutsche Küche, die ganz auf die Qualität hochwertiger und vergessener regionaler Produkte setzt", hieß es am Sonntag zur Begründung.

Luxushotel Sölring Hof, Rantum, Sylt, (picture-alliance/dpa/I. Schulz)

Hotel und Restaurant Söl'ring Hof, Rantum, Sylt

King, seit der Eröffnung im Jahr 2000 prägender Kopf der Küche, und Berner, seit 2013 als Küchenchef an seiner Seite, zeigten demnach unter anderem, dass neben Salzwiesenlamm, Austern und Seeigel aus der Nordsee auch Strandgewächse der Insel und Knickfrüchte, die am Wegesrand wachsen, genug Delikatesse für Spitzenküche mit norddeutscher DNA hätten. In der Bewertung der Restaurantkritiker erreichte das Duo 18 von 20 möglichen Punkten.

Tim Raue stellt Buch vor (picture-alliance/dpa/F.Schuh )

Tim Raue

In die Spitzengruppe der deutschen Köche rückt ein weiterer Küchenchef auf. Dort sieht der "Gault&Millau" nun acht Köche. Tim Raue erkochte sich die 19,5 Punkte, die der Guide für Küchen von Weltklasse verleiht, neu in seinem nach ihm benannten Restaurant in Berlin.

Koch des Jahres - Christian Bau (picture-alliance/dpa/O. Dietze)

Christian Bau

Neben Raue stehen Christian Bau vom "Victor's Fine Dining" (Perl),

Restaurant AQUA Sven Elverfeld (Markus Höhn)

Sven Elverfeld

Sven Elverfeld vom "Aqua" (Wolfsburg), Klaus Erfort vom "GästeHaus" (Saarbrücken), Christian Jürgens von der "Überfahrt" (Rottach-Egern),

Torsten Michel (picture-alliance/dpa/C. Schmidt)

Torsten Michel

Torsten Michel von der "Schwarzwaldstube" (Baiersbronn), Clemens Rambichler vom "Waldhotel Sonnora" (Dreis bei Wittlich) und

Joachim Wissler (picture-alliance/dpa/H. Kaiser)

Joachim Wissler

Joachim Wissler vom "Vendôme"  (Bergisch Gladbach) an der Spitze des "Gault&Millau".

Die Restaurantkritiker begrüßten die ihren Angaben zufolge zunehmende Unbeschwertheit in der Gastronomie und die Entwicklung einer authentisch deutschen Küche. Dass sich Deutschland als kulinarische Nation emanzipiere, "treiben vor allem jene herausragenden Köche voran, die bei aller Weltoffenheit eine eigene, authentisch deutsche Handschrift entwickeln, die sich an heimischen Lebensmitteln und wiederentdeckten kulinarischen Traditionen inspiriert".

In seiner neuen Ausgabe beschreibt und bewertet der "Gault&Millau" 1026 Adressen, darunter 216 neu aufgenommene. 848 Gourmetlokale und Landgasthöfe, Bistros und Hotelrestaurants erhalten Kochmützen. Der "Gault&Millau" zählt mit dem "Guide Michelin" zu den bekanntesten Gourmet-Führern weltweit. Er liefert neben der Bewertung, anders als der Guide Michelin, auch eine ausführliche Beschreibung der Restaurants.

Aktuell gibt es den Gault&Millau in zwölf Ländern, u.a. in Frankreich, Niederlande, Österreich,  Marokko, Japan und Australien. Weitere zehn Länder folgen in kürzester Zeit, wie etwa Großbritannien, Italien, Spanien und Südafrika.

Das Buch der Gastronomiekritiker Henri Gault und Christian Millau erschien erstmals 1969 in Frankreich. 1983 kam die erste deutsche Ausgabe heraus, zehn Jahre später folgte der "Weinguide Deutschland". Während der "Guide Michelin" Sterne für hervorragende Restaurants vergibt, bewertet der "Gault&Millau" nach Punkten von 0 bis 20 (nach dem französischen Schulnotensystem) und verleiht Kochmützen an die Spitzengastronomie. 

is/ks (dpa)
 

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